Hochsensibel und Normalsensibel – die perfekte Ergänzung

ErdbeerblütenDass Hochsensibilität eine Gabe ist, die mitten in die Gesellschaft gehört, weil sie eine perfekte Ergänzung zu der in Bezug auf Sensibilität normalveranlagten Bevölkerungsmehrheit darstellt, habe ich hier schon des öfteren erwähnt. Andererseits denke ich nicht, dass Hochsensible für sich genommen automatisch die besseren Menschen sind. (Beides kann man u.a. in meinen Artikeln Hochsensibilität als Gabe und Sind Hochsensible die besseren Menschen? nachlesen.) Ich persönlich habe eine Vision, wie ich mir das ideale Zusammenspiel beider Bevölkerungsgruppen vorstelle. Um dieses Bild genauer zeichnen zu können, möchte ich zunächst beschreiben, worin jeweils die Vor- und Nachteile beider Veranlagungen liegen. Hochsensible denken nämlich oft, dass sie einfach nur weniger belastbar als andere sind, doch das ist nicht wahr. Und nur wenn man Klarheit über die jeweiligen Stärken und Schwächen hat, wird deutlich, wie man sich als hochsensibler Mensch am besten einbringen kann.

Hochsensibilität – Stärken und Schwächen

Derzeit deutet vieles darauf hin, dass Hochsensibilität, die ca. 15-20% der Bevölkerung betrifft, genetisch bedingt ist. In einem Satz zusammengefasst ist es wohl so, dass unser Gehirn mehr Botenstoffe bildet. Dadurch werden wir empfänglicher für Reize und nehmen mehr Information auf. Ausführlich kann man das in meinem Artikel Hochsensibilitätsgen von der Migräneforschung gefunden? nachlesen. Auch Elaine N. Aron schreibt im Vorwort zu ihrem Buch „Hochsensibilität in der Liebe“ (S. 25, bei Amazon über „Blick ins Buch“ einsehbar) über Gene, die den Botenstoffwechsel im Gehirn steuern.

Diese Informationsflut macht, dass wir gründlicher über Situationen und Dinge nachdenken und länger brauchen, um all das zu verarbeiten, bis wir uns ein endgültiges Bild machen. Oftmals haben wir viele Dinge gleichzeitig auf dem Schirm und sind deswegen auch in der Lage dazu, vieles zu berücksichtigen und in unsere Erwägungen mit einzubeziehen. Unser Denken ist gründlicher, umfassender und nachhaltiger. Wir treffen Entscheidungen langsamer, besser durchdacht und auf der Basis vielschichtiger Eindrücke.

Unsere „Hardware“ ist sozusagen bis an die Grenzen ausgereizt. Dadurch liefert sie zwar oftmals mehr Leistung, das System ist aber insgesamt gesehen anfälliger und stürzt leichter ab, weswegen wir mehr Pausen zu unserer Regeneration benötigen.

Mögliche Vorteile:

  • höhere Leistungsfähigkeit in qualitativer Hinsicht
  • Gründlichkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Vielschichtigkeit
  • viele Dinge gleichzeitig berücksichtigen können
  • solidere Wirklichkeitskonstrukte
  • bessere Vorausschau
  • bessere Planungen
  • an das große Ganze denken und alle Interessen berücksichtigen können
  • verantwortungsvolles Handeln
  • höhere Empathie

Mögliche Nachteile:

  • Langsamkeit, da mehr Information verarbeitet werden muss
  • schnellere Ermüdbarkeit, da die Informationsaufnahme und -verarbeitung mehr Energie kostet
  • weniger stabiles Nervensystem, weil die Energiebereitstellung im Gehirn nicht nachkommt
  • die vermehrte Botenstoffproduktion kann in einen Teufelskreis des Grübelns führen (mehr dazu in meinem Artikel Hochsensibles Hirnrasen)
  • keine oder schwere Gewöhnung an harmlose Reize wie Geräuschkulissen, Gerüche etc.
  • schlechtere Abgrenzung, da man weit über die eigenen Interessen hinausdenkt und dabei leicht die eigenen Interessen vergisst, wobei sich „Meins“ und „Deins“ verwischen (mehr dazu in meinem Artikel In drei Schritten zu mehr Abgrenzung bei Hochsensibilität)
  • zu viel Verantwortung übernehmen
  • Manipulierbarkeit und emotionale Erpressbarkeit, weil man unangenehme Gefühle schlechter aushält
  • Irrtümer und Fehlinterpretationen bei der Informationsverarbeitung (wo mehr Reize verarbeitet werden, können auch mehr Fehler auftreten)

Ich habe diese Listen bewusst „mögliche Vor- und Nachteile“ genannt, weil nicht jeder hochsensible Mensch dieses Potenzial, aber auch lange nicht jeder die o.g. Nachteile entwickelt bzw. entsprechende Lösungen für die Nachteile gefunden hat.

Normalsensibilität – Stärken und Schwächen

Normalsensibilität ist ein unmögliches Wort, und ich möchte mich an dieser Stelle gleich dafür entschuldigen. Als politisch korrekte Ausdrucksweise empfinde ich den Begriff „in Bezug auf Sensibilität normal veranlagte Menschen“. Alle Menschen verfügen über die Eigenschaft der Sensibilität. Wenn ich den Kurzbegriff „Normalsensibilität“ verwende, dann nur, um keine Bandwurmüberschriften zu generieren.

Die Bevölkerungsmehrheit von 80-85% ist in Bezug auf Sensibilität normal veranlagt. Ihre Botenstoffproduktion im Gehirn ist so ausgelegt, dass die Energieversorgung in den Nervenzellen kontinuierlich gewährleistet ist. Deswegen ist ihre „Hardware“ nicht bis an die Grenzen ausgereizt. Das führt dazu, dass diese Menschen weniger ermüdbar sind, ihr Nervensystem stabiler läuft und sie deswegen oft länger leistungsfähig sind. Im Gegenzug können sie aber auch viele Dinge nicht, die Hochsensiblen ganz selbstverständlich sind.

Mögliche Vorteile:

  • höhere Leistungsfähigkeit in quantitativer Hinsicht
  • langsamere Ermüdbarkeit
  • gute Gewöhnung an harmlose Reize wie z.B. Geräuschkulissen, Gerüche etc.
  • stabileres Nervensystem
  • schnellere Entscheidungen
  • gute Abgrenzung und Trennung in „Meins“ und „Deins“
  • gut abschalten können
  • Gelassenheit
  • gesunder Egoismus
  • Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein, besser bei sich bleiben können

Mögliche Nachteile:

  • Probleme nicht wirklich durchdringen
  • oberflächlichere Sichtweisen und Ansichten, die zu „einfachen“ Lösungen und Schwarzweißdenken führen können
  • mangelnde Vorausschau
  • Fehlerhafte Planung, weil nicht genügend Fakten berücksichtigt werden
  • weniger Dinge gleichzeitig berücksichtigen können
  • ungesunder Egoismus, weil man weniger in der Lage ist, die Interessen der anderen zu erkennen und zu berücksichtigen
  • zu wenig Verantwortung übernehmen
  • zu wenig Verständnis für andere haben
  • Probleme, wirklich nachhaltige Entscheidungen zu fällen

Auch hier schreibe ich natürlich wieder von „möglichen“ Vor- und Nachteilen, denn auch bei in Bezug auf Sensibilität normal veranlagten Menschen treten nicht immer alle Vor- und Nachteile auf, und auch sie können für ihre Nachteile Lösungsmöglichkeiten gefunden haben, wie das bei jedem Menschen der Fall ist, der ein wenig bereit ist, an sich zu arbeiten und sich weiter zu entwickeln.

Wo Hochsensible sich einbringen sollten

Von meinen Klienten höre ich öfters den Satz: „Wenn ich meine Hochsensibilität abschalten oder loswerden könnte, würde ich das sofort tun.“ Meine Antwort darauf ist: „Du würdest Dich wundern, was Du alles nicht mehr könntest, und würdest Deine Hochsensibilität schon nach wenigen Tagen zurück haben wollen.“ Denn Hochsensible meinen oft, dass sie ohne ihre Veranlagung alles könnten, was ihnen jetzt selbstverständlich ist, nur dass sie dann insgesamt leistungsfähiger wären. Doch einen solchen Supermenschen kann es kaum geben, da unser Gehirn nur entweder auf Leistung oder auf Stabilität hin optimiert sein kann.

Und deswegen wird es wohl so sein, wie bereits Pawlow um 1900 herausgefunden hat, dass fast jede Tierart einen Anteil von 15-20% hochsensiblen Individuen aufweist. Auf diese Weise hat die Evolution sicher gestellt, dass jeder Spezies die Vorteile beider Optimierungsarten zur Verfügung stehen. Wir Hochsensiblen werden also gebraucht.

Und wo wir uns einbringen sollten, lässt sich aus den von mir (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) skizzierten Vor- und Nachteilen jeder der beiden Weisen des Seins ohne weiteres ableiten. Wir sollten uns immer dann zu Wort melden, wenn es um langfristige Planung, um nachhaltige Entscheidungen, um die Darlegung komplexer Zusammenhänge, um die Bündelung vieler Interessen, um Win-Win-Lösungen und um Vielschichtigkeit geht, wo einfache, schnelle Lösungen nicht weiterbringen.

Kurz gesagt: Wir sollten uns gerade dort einbringen, wo uns gesagt wird: Das bildest du dir ein. Denn genau an dieser Stelle müssen andere passen, weil sie nicht dafür gemacht sind, die Komplexität dieser Sachverhalte zu erkennen und durchdenken zu können.

Hochsensibel und Normalsensibel – ein tolles Team!

Die Welt wäre aber nun keineswegs besser, wenn es nur Hochsensible gäbe. Wir sind eher das Salz in der Suppe und würden wohl eher weniger dazu taugen, eine stabile Grundlage zu bilden. In Bezug auf Sensibilität normal Veranlagte sind Garanten für Stabilität, Ausdauer und Anpassungsfähigkeit auch an schwierige Bedingungen. Es ist also gut für alle, dass es beide Gruppen gibt.

Manchmal tut es uns Hochsensiblen gut, uns untereinander zu treffen und zu vernetzen. Das gibt uns das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit, dass wir o.k. so sind, wie wir sind, dass wir recht haben, wo andere denken, wir würden uns etwas einbilden. Aber grundsätzlich gehören wir in die Mitte der Gesellschaft und sollten dort dafür sorgen, dass alles bestmöglich läuft. Und dass unsere Welt zumindest ein klein wenig zu einem besseren Ort wird, als sie es vorher war.

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Kommentare

Hochsensibel und Normalsensibel – die perfekte Ergänzung — 10 Kommentare

  1. Ich empfinde die Hochsensibilität als ein total tolles Geschenk Gottes. So wie Gott mich eben gemacht hat, so gehört es eben zu mir! Es war für mich problematisch, das in dieser Sensibilität noch Verletzungen lagen, deshalb war ich bei Gott und habe um eine Inspektion gebeten. Das macht ja auch jeder vernünftige Mensch, wenn mit seinem Auto was nicht stimmt, er geht in die Werkstatt, wo man das beheben kann. Also habe ich mich an meinen Schöpfer gewandt und Ihn gebeten da noch mal nach zuschauen. Und ja ich habe es gespürt, Gott hat da was repariert. Und es geht mir besser mit dieser Hochsensibilität und Gott zeigt mir wie ich noch besser es als Stärke einsetzen kann. Und damit komme ich nicht nur mehr in den Einklang mit mir, ich werde sogar noch dankbar

    • Hallo Jens,

      ich finde es toll, wie Du zu Deiner Hochsensibilität stehst! Und gut, dass Du einen so guten Draht nach oben hast… 😉

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Und trotzdem verheddere ich mich dann doch wieder im Menschlichen…, gut das ich jemand da oben Jemand kenne der den Durchblick behält. Und das ich die feste Zuversicht habe (=Vorfreude) das alles sich wieder zum Guten auflöst. Jedenfalls habe ich dadurch eben eine sehr sehr gute Ressource für mich erschlossen. Denn ich habe entschieden, ich gehöre zu denjenigen, die es immer wieder schaffen werden, mit dieser Ressource!

    • Hallo Jens,

      ich bin ohnehin der festen Überzeugung, dass es für alles eine Lösung gibt, und bin mir deshalb ziemlich sicher, dass Du mit dieser Einstellung alles schaffen kannst. Und wenn Dein Glaube Dir die Kraft gibt, Dir diese Einstellung zu bewahren, ist das doch super! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. Liebe Anne-Barbara,
    ich meine, ein Grund, seine Hochsensibilität wegwünschen zu wollen, kann auch sein, dass man sie für sich noch nicht ganz als wirkliches „Geschenk“ sieht, bzw. dass man sie noch nicht in alle Bereichen, in denen man sich bewegt, integrieren konnte.

    Ich für meinen Teil sehe tatsächlich auch noch Nachteile, vor allem, wenn ich mit sogenannten „Normalen“ zusammen bin. Nicht sofort aber nach einer gewissen Zeit. Meine HS erlebe ich hingegen als angenehm und zumeist dann, wenn ich für mich bin (oder mit anderen sinnlichen Menschen). Dann kann ich die Umwelt mit den Sinnen wahrnehmen und genießen. Mit „Normalen“ fühle ich mich oft zu sehr im Außen, bei den Anderen, häufig nur im Kopf.
    Da eine Entfaltung wohl möglich zu sein scheint, auch in Gesellschaft mit „Normalen“, scheint bei mir noch Lernbedarf zu sein.

    Meine Logik möchte auch noch was sagen zum „Wegwünschen“ und zu was man alles plötzlich nicht mehr in der Lage wäre:
    Ich finde, so einfach kann man das nicht betrachten.
    Als HSP wurden über Jahre diverse typische Fähigkeiten erlernt – positive – natürlich auch „Unfähigkeiten“, warum wohl sonst, sollte man sich seine HS wegwünschen? Allerdings mit dem Wegwünschen sind die positiven Fähigkeiten natürlich auch weg.
    Auf der anderen Seite – der „Normale“ hat auch über Jahrzehnte seine Stärken ausgebildet, Stärken, auf die die eine oder andere HSP vielleicht ein bisschen neidisch blickt. Warum sollte man sich sonst seine HS wegwünschen?

    Ein komplettes Wegwünschen der HS hätte ebenso wenig realitätsnahe Vergleichsmöglichkeiten, als wenn ich z.B. mit Microsoft unzufrieden wäre und der Techniker sagt: So, dann nehmen wir das gesamte Betriebssystem jetzt vom PC und dann sehen Sie mal, was sie alles nicht mehr können. Der PC kann gar nichts mehr, ist doch klar.

    Um beim PC zu bleiben, wäre eine tatsächliche Vergleichsmöglichkeit folgende: Gut, Sie sind mit Microsoft unzufrieden. Hier haben Sie einen Apple-PC. Arbeiten Sie die nächste Zeit mit Apple und schauen Sie was Apple alles kann – und nicht kann. Dann können Sie vergleichen womit sie zufriedener sind.

    Verstehst du, was ich meine?

    Vielleicht ist gerade diese Logik – für manche zu viel Logik – eine positive Fähigkeit von HS? *kribbelnimbauch* 🙂

    Leider ist in diesem Fall nur in der Welt der Technik tatsächlich ein Vergleich möglich.

    Beste Grüße, Gabriele

    • Liebe Gabriele,

      vielen Dank für das Teilen Deiner Gedanken!

      Ich meine, dass das Wegwünschen der Hochsensibilität auch durchaus damit zu tun haben kann, dass noch nicht alle Schäden, die man in all der Zeit davongetragen hat, in der man noch nicht davon wusste, behoben werden konnten. Früher habe ich mir das auch viel mehr weggewünscht als ich es heute tue.

      Dass das bei mir heute nicht mehr so ist, liegt sicher daran, dass ich in den letzten Jahren mit vielen Tools vertraut geworden bin, mit denen man solche Schäden tatsächlich beheben kann. Und das, was dann übrig bleibt, ist einfach nur toll.

      Zu Deinem PC-Beispiel: Genau so, wie Du es mit Microsoft und Apple beschrieben hast, habe ich es gemeint. Und ja, natürlich hat man diese Vergleichsmöglichkeit in Realiter nicht. Aber wenn man einmal in Bezug auf Sensibilität normal veranlagte Menschen genau beobachtet, kann man doch ein deutliches Gespür dafür entwickeln, wie sie so ticken, was bei ihnen geht und was nicht. Und das kann ich dann schon mit meinen Möglichkeiten und Grenzen vergleichen.

      Wichtig ist eben, dass man nicht nur die eigenen Schwächen sieht, während man die Stärken der anderen bewundert. Denn dann kommt man zu einem Vergleich, der extrem hinkt…

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Guten Morgen,
    was mir in Bezug auf Hs aufgefallen ist, das es scheint als würden viele bei Problemen nur ihre Gabe sehen und vergessen, dass sie nicht nur daraus bestehen. Die eigene Psyche sollte nicht vergessen werden. Dort liegt auch oft zusätzlich der Hund begraben.
    So habe ich auch schon hochsensible kennengelernt, die bedenklich intollerant sind. Dass man mehr Möglichkeiten hat, stellt uns noch lange nicht über andere.
    Das nu um zu sagen, dass nicht alles Gold ist, was zu glänzen scheint.

    • Hallo Martina,

      danke für Deine Anmerkung! Du hast vollkommen Recht – nur weil man hochsensibel ist, ist man noch lang kein besserer Mensch. Dazu habe ich sogar schon einen Blog-Artikel geschrieben:

      Sind Hochsensible die besseren Menschen?

      Und ich denke noch nicht einmal, dass wir mehr Möglichkeiten haben, nur eben andere. Deswegen habe ich in diesem Artikel (s.o.) auch bei beiden Weisen des Seins exakt gleich viele mögliche Vor- und Nachteile aufgeführt. Und diese anderen Möglichkeiten, die wir haben, dieses leicht veränderte Aufmerksamkeitsfenster, ist einfach die perfekte Ergänzung zur Bevölkerungsmehrheit. Diesen Platz sollten wir einnehmen, zu unserem Wohl und zum Wohl aller.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Hallo Frau Kern! Ich lese jetzt schon ne Weile ihren Newsletter und finde ihn super und sehr interessant! Lieben Dank für die ganzen Tipps! 😉 nun habe ich mal eine sehr spezielle Frage! Da ich, für mich noch leider nervig und negativ, so dermaßen übersensibel bin und blöderweise am Freitag TV geschaut und alles live von Paris mitbekommen habe, bin ich seitdem seeeehr ängstlich und ich habe schon 2 Nächte nicht mehr oder schlecht geschlafen! Ich habe so große Angst jetzt um uns alle und Albträume! 🙁 Mein Schatz ist normal betroffen, aber versucht mich zu verstehen! Ich wünschte genau jetzt, nicht so sensibel zu sein! Denn das fühlt sich furchtbar an und ich habe das Gefühl, ich war auch in Paris…. 🙁 Können Sie mir da irgendwie helfen? Gibt es einen Tipp für meine Albträume? Sobald ich die Augen zu mache, kommen sie… Hatte noch nie sooo Angst und könnte heulen… Und bin total schreckhaft Hätte ich es nur nicht live gesehen… Ich hoffe, Sie können mir nen Tipp geben, wie ich damit umgehe kann und wieder schlafen… Versuche jetzt nichts mehr von Thema mitzubekommen! Aber das reicht noch nicht! Ich hoffe auf ihre mentale Hilfe! Liebe Grüße, Kerstin

    • Hallo Kerstin,

      vielen Dank für Ihre nette Rückmeldung, die mich sehr freut! 🙂

      Zu Ihrer Frage: Schauen Sie einmal auf Ihre inneren Bilder. Wie sehen Sie diese? Sind sie sehr groß, sehr lebhaft und bunt? Sind Sie sehr nah bei Ihnen? Sehen Sie die Bilder mit Ihren eigenen Augen, wie wenn Sie selbst mittendrin wären? Falls ja, hätte ich folgende Tipps für Sie:

      Als erstes einmal aussteigen: Sehen Sie sich selbst, wie Sie die Bilder betrachten. Das gibt schon einmal Abstand. Dann die Bilder weit weg schieben, klein machen, schwarzweiß machen, von dreidimensional nach zweidimensional umwandeln… Lassen Sie sich ruhig noch mehr einfallen, wie Sie die Bilder verändern können. Nach jeder Änderung kontrollieren, ob sich das Ganze nun besser anfühlt, und jede Änderung, die keine Verbesserung bewirkt, zurücknehmen.

      Diese Übung bewirkt, dass Ihr Gehirn die Bilder anders abspeichert, weil es lernt, dass die Bilder weit weg von Ihnen sind und nichts mit Ihnen zu tun haben. Bitte geben Sie mir Bescheid, ob Ihnen das weitergeholfen hat. Und wenn Sie noch Fragen haben, immer gern. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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