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Hochsensibilität und der Narzissmus unserer Gesellschaft — 16 Kommentare

  1. Herzlichen Dank, liebe Barbara für Deine immer wieder so wertvollen Beiträge. Es ist manchmal gar nicht so einfach den Narzißmus von der Hochsensibilität zu trennen. Du lieferst hier sehr gute Informationen zum besseren Verständnis.
    Ich freue mich auf weitere Beiträge von Dir. Großen Respekt für Deine wundervolle Arbeit. Ich schätze sie sehr.
    In herzlicher Verbundenheit
    Bianca

    • Liebe Bianca,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback! Es freut mich sehr, dass mein Artikel Dir hilft, an dieser Stelle besser differenzieren zu können. 🙂 Und wenn Du Fragen hast, immer gern! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. …ein Riesen-Thema auch für mich, denn meine Projekte scheitern oft an der „öffentlichen Meinung“. Da hat sich ein gewisser Automatismus eingeschlichen, wie ich glaube zu beobachten. Wäre spannend zu hinterfragen, ob das auch mit der Stellung in der Geschwisterfolge zu tun hat, denn gerade meine ältere Schwester hat eine solche Wirkung auf mich und meine Projekte.
    Frage: woran kann man denn dann erkennen, ob man wirklich hochsensibel ist? Ich bin erst vor relativ kurzer Zeit auf dieses Phänomen gestoßen und spürte eine große Erleichterung, als mir ein Test bestätigte, dass ich höchstwahrscheinlich hochsensibel bin. Hatte ich doch fast 50 Jahre geglaubt einfach „nicht von dieser Welt“ zu sein.
    Nach der Lektüre oben komme ich nun doch wieder zu diesem Schluss, auch wenn ich natürlich in zahlreicher Gesellschaft bin.
    Ein interessantes Buch zu diesem Thema und den gesamtgesellschaftlichen Folgen ist m.E. auch Arno Grüns „Verratene Liebe – Falsche Götter“. Das ist dann vielleicht auch nicht ganz so pessimistisch.
    VG
    Hildegard

    • Liebe Hildegard,

      vielen Dank für Deinen Bericht! Deine Frage, woran man erkennen kann, ob man wirklich hochsensibel ist, ist eine gute Frage. Es gibt nämlich noch keinen validen Test in Deutschland. Den einzigen ernsthaften Anhaltspunkt liefert der Test in Elaine N. Arons Buch „Sind Sie hochsensibel?“, denn dieser ist wenigstens für die USA valide. Danke auch für Deinen Buchtipp!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Liebe Anne-Barbara,
    Vielen Dank für diesen tollen, ausführlichen Beitrag!
    auch ich habe mich lange Zeit mit dem Thema Narzissmus befasst und habe auch viele Anteile in mir selbst wieder erkannt. Mit vielen Techniken und dem Nachempfinden von Situationen aus der Kindheit konnte ich mich allmählich davon lösen.
    Dennoch beschleicht mich auch jetzt oft noch das Gefühl, vielleicht eine Kritik der „anderen“ für ein Vorhaben zu bekommen und deswegen lege ich besonders viel wert darauf es gut zu machen. Aber man lernt immer dazu und arbeitet immer weiter an sich.
    Viele Grüße
    Jacqueline

    • Liebe Jacqueline,

      danke für Dein nettes Feedback, und danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst! Ich finde es sehr ermutigend, dass Du es geschafft hast, Dich mehr und mehr davon zu lösen, denn das zeigt wieder einmal, dass es sehr wohl möglich ist. Wichtig ist, dass Du das, was Du tust, aus Deiner Freude heraus machst. Kritik von außen ist ja entweder destruktiv und damit unbrauchbar, oder eben konstruktiv und damit etwas, das uns weiterbringt und woraus wir lernen dürfen… Und jemand, der einen herunterputzt, hat ja einfach nur selbst ein Problem. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Liebe Anne-Barbara,
    auch ich möchte mich an dieser Stelle für die immer wieder interessanten und hilfreichen Artikel bedanken.
    Gerade dieser Artikel interessiert mich besonders, da Narzissmus auf vielen Ebenen in meinem Leben wirkt. Du schreibst, dass es Menschen gibt, die sich für hochsensibel halten, aber nur narzisstisch sind. Gibt es einen Weg, herauszufinden, ob ich „nur“ narzisstisch bin oder tatsächlich hochsensibel? Ich bin mir ob meiner Hochsensibilität immer wieder unsicher und zweifle.
    Herzliche Grüße,
    Katharina

    • Liebe Katharina,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback und Deinen Bericht!

      Zu Deiner Frage: Zweifel an der Hochsensibilität gehören zur Hochsensibilität dazu. 😉 Nein, im Ernst, ein rein narzisstischer Mensch würde wahrscheinlich nicht an seiner Hochsensibilität zweifeln. Für Hochsensibilität gibt es noch keinen validen Test, aber der in Elaine N. Arons Buch „Sind Sie hochsensibel?“ findet sich ein guter Test, der beste derzeit verfügbare.

      Was narzisstische Anteile betrifft, da gibt es einen sehr validen Test, nämlich das PSSI (Persönlichkeits Stil und Störungsinventar) von Kuhl und Kazén. Diesen gibt es aber nicht im Internet, und er ist auch nicht frei verkäuflich, weil er nur für Therapeuten und Coaches bestimmt ist. Ich habe diesen Test und arbeite hin und wieder damit, weil sich die Frage in manchen meiner Coachings stellt. Wenn Du möchtest, können wir diesen Test einmal machen. Bei Interesse melde Dich einfach unter info@hochsensibelsein.de bei mir.

      Ich hoffe, das hilft Dir erst einmal weiter! Und wenn Du noch Fragen hast, immer gern. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  5. Hallo Barbara
    Ich bin durch einen Hinweislink auf Roundof (http://roundof.org/) auf diesen Artikel gekommen und habe ihn interessiert gelesen. dabei habe ich einige Übereinstimmungen zu den von Gerald Hüther propagierten Erkenntnissen der Hirnforschung gefunden. in dessen Arbeiten ergänzende Informtionen zu Entwicklung(smöglichkeiten) von Kindern durch/im soziales/n Umfeld (nicht nur Elternhaus) und darüber hinaus auch für Erwachsene enthalten.

    • Hallo Viktor,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und die interessante Querverbindung zu Gerald Hüther, den ich bisher noch nicht kannte. Schön, dass die Neurologie hier übereinstimmende Erkenntnisse hat!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  6. Liebende Anne-Barbara

    Danke für den erhellenden Beitrag
    Ich habe ihn einem meiner Söhne geschickt zur Familiengrundstruktur
    aufklärend und die eigene Biografie begreifend…

    Heute schrieb ich auf meinem Blog „Das Ego“ zeitgleich
    Dich jetzt erst lesend
    Ich freue mich an Synchronizität

    Dir Joachim von Herzen

    • Lieber Joachim,

      danke Dir für Dein liebes Feedback, das mich sehr freut! 🙂

      Ich habe gerade Deinen Blog-Beitrag gelesen, ist ja wirklich exakt das gleiche Thema, nur lyrisch gefasst. Für mich ist das ein Lebensthema, und ich denke, dass es viele Menschen auf die unterschiedlichste Weise umtreibt. Das freut mich sehr, denn ich halte es für sehr wichtig, dass wir Menschen diese Problematik ein Stück weit mehr lösen!

      Und das Thema ist schon sehr alt. Gestern bin ich zufällig wieder über einen Seneca-Brief gestolpert, den ich während meines Studiums einmal übersetzt habe:

      Der Philosoph Seneca, dem vieles, das er sich im Leben gewünscht hatte, günstig, vieles aber schlecht ausging, schrieb, als das Leben sich dem Ende näherte, einem Freund in einem Brief:

      Seneca seinem Lucilius zum Gruß.

      Lass uns aufhören, was wir wollten, zu wollen. Ich erstrebe gewiss, dass ich nicht als Greis dasselbe will, das ich als Knabe gewollt habe.
      Denn immer habe ich geglaubt, dass dies die Arbeit sowohl des Philosophen als auch des Greises ist: den alten Übeln ein Ende zu setzen und vieles dessen, das ich als junger Mann gewünscht hatte, nicht zu wollen.

      Du willst wissen und fragst: „Sind denn diese mir wünschenswerten Dinge gut, so dass ich gut lebe?“

      Ich antworte: Gut leben heißt, gemäß der Natur zu leben.

      Deswegen sind diese Dinge wirklich gut, die die Natur gibt und denen die Vernunft zustimmt.

      Die übrigen (Dinge) sind nämlich nur durch Meinung gut, wie Reichtümer zu sammeln, wie großen Einfluss in der Öffentlichkeit zu haben.
      Diese Bemühungen sind von vielen beneidete; aber wenn man sie richtig und wahr beurteilt, werden sie als gemeine angesehen, nicht als Quellen des Tüchtigen, sondern des Geistes der Verwirrung.

      Immer wird mich nämlich dieser durch die Gunst des Volkes, jene Schar der Abhängigen, bei weitem überwältigen.
      Außerdem begehrt immer der, der viel hat, mehr.

      Wer aber zu viel begehrt, demselben wird schnell die Ruhe des Geistes geraubt: im Glück kommt die Macht (Gewalt).
      Diene nicht dem Glück!

      Diese Knechtschaft ist am Schlechtesten.

      Von all diesen Bemühungen (Leidenschaften) muss der Geist dessen befreit werden, der wirklich frei sein will. Dann endlich führt er das Leben nicht elend, sondern glücklich.

      Diesen erwarten die Ruhe des Geistes und, nachdem die Irrtümer vertrieben worden sind, uneingeschränkte Freiheit.

      Die alte Sitte war, den Briefen hinzuzufügen „Wenn es dir gut geht, ist es gut.“ Jetzt sage ich richtig: „Wenn du philosophierst, ist es gut.“
      Wohlleben ist letztendlich dies.

      Lebe wohl.

      Da steht alles drin, in einem einzigen, über 2000 Jahre alten Brief… 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  7. Liebe Anne-Barbara,

    Vielen Dank für diesen guten und sehr treffenden Beitrag,
    auch wenn er schon ein Weilchen hier steht und auch der Seneca-Brief ein toller Abschluss ist, will ich das Thema noch einmal aufgreifen.

    Selbst außerordentlich an meiner Hochsensibilität zweifelnd, habe ich so viel Menschen kennengelernt, die Ihre vermeintliche „Hochsensibilität“ sehr stark benutzen (oft sicher unbewusst), um narzisstische Störungen in ein glänzendes Licht zu bringen.
    Ich war viel in Foren und Gruppen unterwegs und stellte fest, dass sie immer Ton angebender wurden.
    Leider auch in Büchern und Veröffentlichungen.
    Das tat schon körperlich weh und ich habe mich abgewandt.
    Nun habe ich meinen Rückzug beendet und möchte gern offensiver und mutiger die Menschen mit hoher Sensibilität stärken.

    Danke an Anne-Barbara, die eine richtig gute Arbeit genau in diesem Sinne leistet.

    Ich wünsche mir, dass auch die Leisen und sehr stark fühlenden Menschen genügend Einfluss beim Thema Hochsensibilität behalten.
    Herzlichst Sabine

    • Liebe Sabine,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback, das mich sehr freut! 🙂

      Es gibt tatsächlich viele Menschen, die sich als hochsensibel einstufen, in Wirklichkeit aber eher „hochkränkbar“ sind. Dabei hat Hochsensibilität überhaupt nichts mit erhöhter Kränkbarkeit zu tun. Viele echte Hochsensible sind so gut wie gar nicht zu kränken, denn entweder handelt es sich um konstruktive Kritik, die sie nur weiterbringt, oder es handelt sich um jemanden, der ausfällig geworden ist, und das ist ja dann sein Problem und nicht meins.

      Von daher kann ich Dich nur ermutigen, genau für diese Hochsensiblen einzutreten. Es gibt sie wirklich!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  8. Anne-Barbara,
    Vielen Dank für dievielen Infos und die bemerkenswerte Offenheit, mit der du deine Erfahrungen teilst.
    Habe einige sehr interessante Anregungen erhalten heute!

    • Liebe Martina,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback! Freut mich sehr, dass Du etwas für Dich mitnehmen konntest.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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