Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 3)

BrainbutterfliesIn meinem Artikel Hochsensibilitätsgen von der Migräneforschung gefunden? habe ich beschrieben, dass Hochsensibilität wahrscheinlich eine genetische Besonderheit darstellt, aufgrund derer das Gehirn vermehrt Botenstoffe bildet. Das führt einerseits dazu, dass Hochsensible mehr und feinere Wahrnehmungen haben und tiefgründiger über Dinge nachdenken, andererseits benötigt der Körper für die Bildung dieser Botenstoffe viel Energie und Nährstoffe. Die meisten Botenstoffe, die unser Gehirn antreiben, werden aus Aminosäuren gebildet. Sie sind oftmals direkte Vorstufen wichtiger Neurotransmitter und können deshalb eine unmittelbare Wirkung auf unser Gehirn ausüben. Von daher macht es Sinn, das hochsensible Nervensystem gezielt in seiner Arbeit zu unterstützen, indem man ihm wichtige Aminosäuren als Nahrungsergänzung zuführt. Aminosäuren sind Proteine, die in unserer Nahrung vorkommen. Deshalb sind sie sehr sicher und so gut wie frei von Nebenwirkungen. Oftmals wirken Aminosäuren genauso gut oder gar stärker als synthetische Antidepressiva und Schmerzmittel. Dabei haben Aminosäuren fast keine unerwünschten Nebenwirkungen und machen nicht abhängig.

Es empfiehlt sich, eine zwei- bis dreimonatige Kur mit den passenden Aminosäuren zu machen. In dieser Zeit sollte eine Ernährungsumstellung auf eine proteinreiche Kost mit viel Gemüse und ausreichend Fetten und Kohlehydraten stattfinden. Wer nämlich je 20-30g Proteine bei allen drei Mahlzeiten zu sich nimmt, verfügt auf lange Sicht von allein über genügend Aminosäuren, um die nötigen Neurotransmitter zu bilden. Die Kur dient dazu, das Gehirn einmal ausreichend mit Botenstoffen zu sättigen. Wie Du ausreichend Proteine zu Dir nimmst, auch wenn Du kein Freund großer Fleischmahlzeiten bist, erfährst Du in meinem Artikel Die Süßlupine – ideal als Eiweißquelle für Hochsensible.

Reizüberflutet? 5-HTP oder L-Tryptophan!

L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die vom Körper in 5-HTP umgewandelt wird, das dann wieder zu Serotonin verarbeitet wird. Serotoninmangel ist ein weit verbreitetes Phänomen. Es führt zu Depressionen, Angst, schlechtem Selbstwertgefühl, ADHS, Migräne und vielen weiteren Problemen. Als ein Antidepressivum ist 5-HTP genauso wirksam wie verschreibungspflichtige Medikamente. Es wirkt sehr schnell, oft innerhalb weniger Minuten, höchstens in ein bis zwei Tagen. Viele negative Gefühle lösen sich einfach in Luft auf, wenn dem Gehirn endlich wieder ausreichend Serotonin zur Verfügung steht. [Julia Ross, 2010, Pos. 954-1004; siehe auch Dr. Bieger, Aminosäure-Therapie bei Depression]

SSRI Antidepressiva hemmen übrigens nur die Wiederaufnahme von Serotonin. Auch dadurch steht dem Gehirn mehr Serotonin zur Verfügung. Der Nachteil ist aber, dass die Serotoninmenge insgesamt nicht erhöht wird. Wenn also jemand unter einem Serotoninmangel leidet, kann ihm die Hemmung der Wiederaufnahme nur bedingt helfen. Außerdem ist die Wiederaufnahme des Serotonins ein notwendiger Vorgang, damit es abends in Melatonin umgewandelt werden kann. Melatonin macht uns müde und ist unser Schlafhormon. Da durch SSRI also weniger Melatonin gebildet werden kann, haben sie oft Schlafstörungen als unerwünschte Nebenwirkung. [Julia Ross, 2010, Pos. 4668-76]

Die Einnahme von 5-HTP führt zu einer Sättigung des Gehirns mit Serotonin. Es kann dadurch auch mehr Melatonin gebildet werden, was zu einer Verbesserung der Schlafqualität führt. Wer also in Erwägung zieht, sich ein Antidepressivum verschreiben zu lassen, kann es durchaus erst einmal mit 5-HTP versuchen.

Dosierung und Einnahme von 5-HTP und L-Tryptophan

Da 5-HTP, wenn es über den Darm aufgenommen wird, in der Leber sofort zu Serotonin umgewandelt wird und dieses dann nicht mehr durch die Blut-Hirn-Schranke gelangen kann, empfiehlt es sich, die Kapsel zu öffnen und den Inhalt unter die Zunge gleiten zu lassen. Möglichst lange im Mund behalten. So wird 5-HTP von der Mundschleimhaut resorbiert und es gelangen ausreichende Mengen davon ins Gehirn.

Das aus 5-HTP gebildete Serotonin wirkt auch auf die Verdauungsorgane. Bei manchen Menschen kann es deswegen zu Übelkeit und Blähungen kommen. In diesem Fall sollte man auf L-Tryptophan umsteigen. Es ist nicht ganz so wirksam wie 5-HTP, und man muss mehr davon einnehmen. Da Tryptophan aber eine essentielle Aminosäure ist, die in unserer Nahrung vorkommt, ist es für die meisten Menschen gut verträglich.

Wichtig ist für beide, dass sie mit einem guten Abstand zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden sollten. Da sie eine beruhigende Wirkung haben, empfiehlt sich je eine Einnahme nachmittags und zur Nacht.

Starte mit einer 50mg-Kapsel 5-HTP am Nachmittag. Wenn Du die innerhalb der ersten Stunde keine Besserung spürst, nimm eine weitere ein. Wenn das immer noch nicht reicht, noch eine weitere für die maximale Wirkung. Nun kennst Du Deine ideale Dosis. Die gleiche Dosis kannst Du dann vor dem Schlafengehen ein weiteres Mal einnehmen. Die Tageshöchstdosis liegt bei 300mg, also z.B. 2 x täglich drei 50mg-Kapseln.

Für die Einnahme von L-Tryptophan gilt das gleiche, nur dass eine Kapsel L-Tryptophan 500mg enthält. Die Tageshöchstdosis liegt bei 2 x 3 Kapseln, also bei 3000 mg.

Sollten negative Effekte durch die Einnahme eintreten, bitte nicht mehr einnehmen. Nach jeder Packung eine kurze Einnahmepause machen, um zu sehen, ob das Präparat noch benötigt wird. Falls nicht, brauchst Du es nicht weiter einzunehmen, besonders bei einer proteinreichen Ernährung, wie oben beschrieben. [Julia Ross, 2010, Pos. 1148-1156]

Bitte vor der ersten Einnahme die Warnhinweise weiter unten beachten! 

Hochsensibel durch Endorphinmangel? DLPA und DPA!

Ein Mangel an Endorphinen, unseren körpereigenen Schmerzmitteln, bewirkt eine Sensibilisierung gegenüber körperlichem und seelischem Schmerz. Als Folge erhöht sich die Verletzlichkeit. DL-Phenylalanin (DLPA) und D-Phenylalanin (DPA) sind hervorragend geeignet, wenn man weniger Energie und Schmerztoleranz zeigt als einem lieb ist. Sie wirken gegen Depressionen, Burnout und Schmerzen. DPA hindert die Enzyme Endorphinase und Enkephalinase daran, Endorphine abzubauen. Diese beiden Enzyme arbeiten ständig, um einen Überschuss an Endorphinen zu verhindern; leider aber auch, wenn eigentlich ein Mangel vorliegt.

D- und L-Phenylalanin sind spiegelverkehrte Varianten ein und desselben Moleküls. L-Phenylalanin wirkt anregend, ähnlich wie Kaffee, nur ungiftig, während D-Phenylalanin Schmerzen lindert. DLPA ist eine Mischung beider Formen. Sie eignet sich besonders gut, wenn man Kaffee o.ä. benötigt, um in Fahrt zu kommen. Wenn einen DLPA zu wach macht, kann man auf DPA umsteigen.

Es gibt Studien, die zeigen, dass sich der Endorphinspiegel 90 Minuten nach der Einnahme einer DPA-Dosis verdreifacht! Es hilft bei Migräne, Arthritis, durch Krebs verursachte physische Schmerzen u.v.m. Viele Patienten dieser Studien brauchten danach nie wieder ein anderes Schmerzmittel! [Julia Ross, 2010, Pos. 2448f]

In meinem Artikel Hochsensibel – wenn uns Dinge zu nah gehen habe ich eine Methode beschrieben, wie man Dinge mental auf Abstand bringt. Hier haben wir ein wirksames Naturmittel zur Verfügung, das in die gleiche Richtung wirkt und hochsensiblen Menschen eine viel bessere Lebensqualität bringen kann!

Dosierung und Einnahme von DLPA und DPA

Auch hier sollte man einen guten Abstand zu den Mahlzeiten einhalten. DLPA kann dreimal täglich genommen werden, gleich nach dem Aufwachen, am Vormittag und am Nachmittag je 1-2 500mg-Kapseln. Bitte erst mit einer Kapsel beginnen und die zweite nur einnehmen, wenn die Wirkung zu schwach ausfällt! Bei der Nachmittagsdosis empfiehlt es sich, stets nur eine Kapsel zu nehmen, damit man abends müde wird.

Wenn man das anregendere DLPA vermeiden möchte: DPA wird ebenfalls direkt nach dem Aufwachen, am Vormittag und am Nachmittag eingenommen. Es wird niedriger dosiert, da es stärker wirkt, also nur je eine 500mg-Kapsel.

Man kann DPA und DLPA sehr gut kombinieren. Wenn einem z.B. die anregende Wirkung von DLPA vormittags angenehm ist, man aber von der nachmittags-Dosis zu hibbelig wird, kann man diese durch eine Dosis DPA ersetzen. Die Kapseln bitte im Ganzen schlucken, sie wirken gut, wenn sie über den Darm resorbiert werden.

[Julia Ross, 2010, Pos. 2671]

Warnhinweise

  • Die obigen Empfehlungen sind für gesunde Menschen gedacht. Solltest Du unter einer körperlichen oder seelischen Erkrankung leiden, ziehe bitte einen Arzt zu Rate, bevor Du Aminosäuren ausprobierst!
  • Solltest Du Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) einnehmen, lasse Dich von einem Arzt beraten, bevor Du 5-HTP oder L-Tryptophan einnimmst!
  • Bei Bluthochdruck kein DL- oder D-Phenylalanin einnehmen!
  • Sollte die Einnahme einer der hier genannten Aminosäuren unangenehme oder negative Wirkungen haben, bitte die Einnahme sofort stoppen!

[Julia Ross, 2010, Pos. 4323f]

Meine Erfahrungen mit 5-HTP, DLPA und DPA

Ich habe mit 5-HTP begonnen, um meine Migräne zu lindern. Es hat sehr gut gewirkt und nahm mir innerhalb von Minuten die Schmerzen! Doch ich wurde davon ein wenig müde, weil ich es auch vormittags einnehmen musste. Also habe ich DLPA dazu genommen, weil es ebenfalls schmerzlindernd wirkt und dabei wach macht.

Zunächst war ich von der belebenden Wirkung begeistert. Doch nach einigen Tagen war es des Guten zu viel – ich wurde so kribbelig, dass ich kaum noch still sitzen konnte! Deshalb besorgte ich mir DPA, das bei mir erfreulicherweise noch stärker schmerzlindernd wirkt. Mit DPA allein wurde ich aber wieder genauso müde wie zuvor. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass es für mich ideal ist, morgens DLPA und nachmittags DPA zu nehmen. Ich habe seitdem kaum noch Schmerzen, fühle mich viel wohler und hoffe, dass das so bleiben wird.

5-HTP hat mir nebenbei noch einige weitere kleine, lästige Zipperlein genommen, die ich im Leben nicht mit einem Serotoninmangel in Verbindung gebracht hätte. Z.B. habe ich keine trockenen Augen mehr… Einfach toll, weswegen ich dies auch unbedingt mit meinen Leserinnen und Lesern teilen möchte. 😀

Quellen:

Julia Ross, Was die Seele essen will, Kindle Edition, Stuttgart 2010; hier findest Du noch viel mehr Anregungen und weitere sehr hilfreiche Aminosäuren; unbedingt empfehlenswert! Auf Amazon ansehen

Dr. Bieger, Aminosäure-Therapie bei Depression

Teil 1 und 2 dieser Artikelserie:

Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 1)
Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 2)

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Kommentare

Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 3) — 28 Kommentare

  1. Hmm – also ich hatte vor drei Monaten auch mal die wilde Idee, dass mit Aminosäuren alles besser wird. Also habe ich auf eigene Kosten einen Test gemacht (da der anbietende Arzt meinte, man solle auf keinen Fall selbst mit AS experimentieren). Zu meiner Überraschung hatte ich leichte Defizite, aber überhaupt nicht bei den „klassischen“.

    • Hallo Anja,

      danke für Deinen Bericht! Welche Erfahrungen hast Du denn mit den Aminosäuren, bei denen Du Defizite hattest, gemacht?

      Dass man Aminosäuren auf keinen Fall selbst ausprobieren darf, halte ich bei gesunden Menschen für übertrieben. Tryptophan und Phenylalanin sind essentielle Aminosäuren, die wir täglich zu uns nehmen müssen. Dann dürfte man ja kein Ei mehr ohne Arzt essen…

      Bei Menschen mit körperlichen oder seelischen Erkrankungen muss ich Dir allerdings recht geben. Die sollten vorher unbedingt mit ihrem Arzt sprechen!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Ich bin mir nicht so richtig sicher, ob die Einnahme einen Unterschied gemacht hat.

      Finde solche Ratschläge halt ganz schwierig, zumal irgendwie widersprüchlich. Einerseits „klar, nur für gesunde Menschen“ (wie auch immer man das definiert). Andererseits der Vorschlag „Wer also in Erwägung zieht, sich ein Antidepressivum verschreiben zu lassen, kann es durchaus erst einmal mit 5-HTP versuchen.“

      Für mich sind „krank“ und „gesund“ keine wirklich hilfreichen Kategorien, aber ich gehe davon aus, dass viele Menschen, die offen dafür sind, Aminosäuren auszuprobieren, durchaus Schwierigkeiten mit ihrer Selbstregulation haben. Bei vielen HSPs sind eben im Laufe der Zeit auch noch andere emotionale Herausforderungen dazugekommen. Das macht uns nicht „krank“ – auch die besondere Empfindsamkeit für traumatische Beeindruckungen ist schließlich mehr ein körperliches als ein psychisches Problem – aber ich wenn die Selbstregulation eine fast tägliche Herausforderung ist, würde ich eben aufpassen, es nicht *nur* an der Hochsensibilität festzumachen und da nach immer neuen Selbsthilfetricks zu schauen (auch wenn ich deine Artikel sehr schätze und hoffe, dass es nicht doof ist, das hier so zu schreiben!).

    • Liebe Anja,

      danke, dass Du Deinen Standpunkt noch einmal ausführlicher dargelegt hast, denn so verstehe ich besser, was Du meinst.

      Ich denke, dass Hochsensibilität eine Weise des Seins ist, die genauso ihre Vor- und Nachteile hat wie jede andere Weise des Seins auch. Per se sind wir also gesund. Doch wie jeder andere Mensch können auch wir krank werden. Und wenn eine solche Erkrankung körperlicher oder seelischer Art diagnostiziert wurde, sollte man Aminosäuren nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt einnehmen. Ich hoffe, so ist klarer, was ich meine?

      Wer in Erwägung zieht, sich ein Antidepressivum verschreiben zu lassen, muss nicht unbedingt krank sein. Viele gesunde Hochsensible bekommen das von ihren Hausärzten angeboten, nicht, weil sie wirklich depressiv sind, sondern weil Hausärzte nichts über Hochsensibilität wissen. In diesen Fällen kann man es in Absprache mit dem Arzt zunächst mit 5-HTP versuchen. Wenn man sich nämlich SSRI verschreiben lässt, kommt man so leicht nicht wieder davon los. Denn SSRI kann man nicht einfach so absetzen, man muss sich über Monate ausschleichen. Das Problem hat man mit 5-HTP nicht.

      Ich weiß jetzt nicht, was Du mit „Selbstregulation“ genau meinst? Die meisten Hochsensiblen, die ich kenne, haben damit keine Probleme. Im Gegenteil, oft sind sie sogar etwas „überreguliert“, weil sie sich selbst als „unnormal“ empfinden und versuchen, sich an das, was ihnen im Alltag abgefordert wird, anzupassen. Ich denke nicht, dass Aminosäuren das Mittel der Wahl sind, wenn man ernsthaft Probleme mit Selbstregulation hat. Da bin ich ganz Deiner Meinung, dass man in diesem Fall sehen sollte, was dahinter steckt.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. Liebe Anne-Barbara,

    vielen Dank für diesen Beitrag, den ich sehr interessant finde.
    Könntest du mir bitte schreiben welche 5-HTP und DLPA Produkte du nimmst bzw. empfehlen kannst? Das wäre echt super lieb! 🙂

    Danke im Voraus!

    Liebe Grüße,

    Santi

    • Liebe Santi,

      vielen Dank für Dein Interesse, das mich sehr freut! 🙂 Ich nehme folgende Produkte ein:

      https://www.vitaminexpress.org/de/5-htp-50mg-5-htp-kapseln

      Ich finde es sehr gut, da noch ein paar weitere Dinge dran sind, die das 5-htp bei seiner Wirkung unterstützen. Wesentlich günstiger und sicher auch o.k., da beides gute Marken (90 Kapseln):

      5-HTP-Griffonia-simplicifolia-200-Kapseln Vitabay

      5-HTP Now Foods

      Oder dieses, nur 60 Kapseln, falls Du es erst einmal versuchen willst, und dadurch noch günstiger:

      5-HTP 60er Packung

      Bei DLPA nehme ich dieses Produkt ein:

      DLPA Fairvital

      Es gibt auch sehr viel günstigere, aber dazu kann ich noch nichts sagen.

      DPA habe ich nur dieses eine Produkt gefunden:

      D-Phenylalanin Doctor’s Best

      DPA sehr günstig, aber mit langer Lieferzeit

      Ich hoffe, das hilft Dir erst einmal weiter!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Liebe Anne-Barbara,

      ich danke dir von Herzen für deine ausführliche Antwort, die mir auf jeden Fall weiterhilft. Die Tabletten von Vitabay hatte ich bereits im Auge, wollte jedoch vorher lieber noch einmal nachfragen, da es zumal unterschiedliche Dosierungen gibt und es wohl klüger ist mit 50 mg anzufangen, anstatt gleich Kapseln mit 200 mg zu nehmen. Kann mir nämlich gut vorstellen, dass das gerade zu Beginn zu hoch dosiert sein könnte. Dann werde ich mir die wohl jetzt bestellen und bin mal gespannt, ob ich etwas merke! 🙂

      Vielen Dank!

      Alles Liebe,

      Santi 🙂

    • Liebe Santi,

      bitte, immer gern! 🙂

      Ja, es ist klug, sich wirklich langsam an die richtige Dosierung heranzutasten, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Ich würde mich freuen, wenn Du von Deinen Erfahrungen berichten würdest! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Liebe Anne-Barbara,

    vielen Dank für deinen interessanten Artikel zu einer für mich sehr passenden Zeit;-)!
    Ich möchte gerne noch etwas dazu nachfragen: Wie verhält sich die Einnahme von 5-HTP zu anderen Nahrungsergänzungsmitteln? Als ich meine besonders Vitamin D und Vitamin K. Ich frage mich, ob sich dieser „Cocktail“ negativ auf den Körper auswirken kann oder sich gegenseitig „in die Quere“ kommen kann;-)?!
    Liebe Grüße und schon mal Danke für deine Rückmeldung!

    Claudia

    • Liebe Claudia,

      vielen Dank für Dein Interesse an diesem Artikel! 🙂

      Vitamin D und K passen super zu Aminosäuren, weil (laut Julia Ross) Vitamin D daran beteiligt ist, Aminosäuren in Botenstoffe umzubauen. Die Wirkung der Aminosäuren verbessert sich also durch Vitamin D.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Liebe Anne-Barbara,

    super – vielen Dank für die Rückmeldung! Dann werde ich die „Kur“ mal ausprobieren ;-)!
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Claudia

    • …super, Du kannst uns ja hier auf dem laufenden halten, wie Deine Erfahrungen sind…

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  5. Hallo liebe Anne-Barbara,

    ich schildere dir jetzt mal ganz frisch meine Erfahrungen mit dem 5-HTP. Dein Artikel und auch die Kommentare haben mich nach 2 Tagen gründlichen Überlegens dazu gebracht, die Kapsel auch auf jeden Fall mal auszuprobieren. Heute kam es dann also an, ich war schon ganz aufgeregt und gespannt. Da ich immer sehr aufgedreht bin und den ganzen Tag schwer zur Ruhe finde, dachte ich mir, kann es auch nicht schaden, die erste Kapsel 50 mg schon zum Mittag zu nehmen, wenn es denn tatsächlich die von dir beschriebene Wirkung bei mir ausläsen sollte. Und was soll ich sagen, es ist wirklich ein wunderbares Gefühl, was mich direkt schon eine halbe Stunde später durchstörmt. Ich kann mich auch endlich mal wieder fallen lassen und total gut entspannen, im Bett liegen und einfach die Schwere meines Körpers genießen. Da ich heute frei habe, ist das auch gar nicht schlimm, dass ich träge bin. Ich habe übrigens auch die Kapseln von Vitabay genommen, schön finde ich den kleinen Halbsatz der unter der Marke steht (..denk an dich!) das trifft es gut.
    Danke dir für den Beitrag! Ich bin wirklich immer wieder begeistert wie toll mir deine Ratschläge/Beiträge helfen mit mir selbst und ddem Leben klar zu kommen und ich fühle mich ganz zum Positiven verändert!

    Herzlichst, Jacqueline!

    • Liebe Jacqueline,

      wow, schon der erste Erfahrungsbericht, vielen Dank Dir! 🙂 Mich freut es ganz besonders, weil das mit dem 5-HTP ein Volltreffer bei Dir zu sein scheint. Wenn bereits die erste Einnahme so toll wirkt, wirst Du Dich nach ein bis zwei Wochen wie neugeboren fühlen!

      Vielen Dank auch für Dein liebes Feedback, es ist ein wunderbares Gefühl für mich, dass es Menschen aufgrund meiner Arbeit wirklich besser geht. 😀

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Liebe Anne-Barbara,

      ich bin gespannt was sich dann in den nächsten Wochen noch entwickelt!
      Falls es noch mehr Erfahrungen mitzuteilen gibt, werde ich das gerne tun.

      Liebe Grüße,
      Jacqueline

    • Liebe Jacqueline,

      das wäre super! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  6. Hallo Anne-Barbara,
    du schreibst, dass man die 5-HTP-Kapsel öffnen und das Pulver unter der Zunge zergehen lassen sollte, damit der Wirkstoff direkt ins Gehirn gelangen kann. Leider empfinde ich den Geschmack als sehr unangenehn. Gibt es da vielleicht eine andere Variante der Einnahme, die dennoch eine schnelle Aufnahme ermöglicht? Verträgst du den Geschmack gut, nimmst in einfach in Kauf, oder hast eine andere Marke? Ich habe die Kapseln von vitality.
    Liebe Grüße,
    Lea

    • Hallo Lea,

      tut mir leid, dass Dir das Pulver so schlecht schmeckt! Ich habe zwei Sorten 5-HTP probiert, beide schmecken leicht bitter, für mich aber erträglich. Nun ist aber gerade das Empfinden von bitter individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Du kannst es ja noch mit einer anderen Marke versuchen, und wenn die gleich schmeckt, musst Du da entweder durch oder Du schluckst sie im Ganzen und versuchst, ob das auch funktioniert.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Liebe Anne-Barbara,
      danke für deine Antwort! Dann werde ich mich wohl (oder übel) dran gewöhnen müssen…
      Frühlingsgrüße,
      Lea

    • …ja liebe Lea, sieht so aus… Aber die Wirkung wird Dich mit dem Geschmack versöhnen! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  7. Liebe Anne-Barbara!

    Dieser Bericht über die Nahrungsergänzungsmittel finde ich sehr interessant.
    Hätte gerne dieses5-HTP ausprobiert. Da ich aber morgens ein Antidepressiva
    nehme, traue ich mich nicht so wirklich diese Mittel zu nehmen. Mein Arzt hat für so was sowieso keinerlei Verständnis.
    Außerdem hab ich meine bedenken wegen der Müdigkeit, weil ich oft davon geplagt werde. Wollte fragen ob du mir einen Rat geben kannst.
    Liebe Grüße
    Hermine

    • Liebe Hermine,

      vielen Dank für Dein Interesse! Zu Deiner Frage: Julia Ross widmet in ihrem Buch ein ganzes Kapitel, wie man mit Hilfe von 5-HTP Antidepressiva langsam absetzen bzw. wie man sie begleitend dazu einsetzen kann. Sie meint, dass man das aber auf keinen Fall ohne ärztliche Begleitung tun sollte. Von daher würde ich Dir raten, besorge Dir das Buch, arbeite diese Dinge durch und suche Dir einen Arzt, der dafür aufgeschlossen ist, mit dem Du darüber sprechen kannst.

      Müdigkeit ist kein Problem, wenn Du DLPA dazu nimmst, weil das wieder fit macht.

      Ich hoffe, das hilft Dir erst einmal weiter! Und wenn Du noch Fragen hast, immer gern. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  8. Hallo Anne-Barbara
    Habe mir das Buch schon fast durchgelesen.
    Es ist sehr interessant. Dabei ist mir auch einiges klar geworden.
    Habe mir auch schon ein paar dieser Produkte bestellt.
    Vor allem die du selber auch nimmst.
    Wollte fragen ob du dieses GABA kennst.
    Liebe Grüße
    Hermine

    • Liebe Hermine,

      freut mich, dass Dir das Buch gefällt!

      Ich habe meine Amino-Kur mit allen wichtigen Aminosäuren, die Julia Ross beschreibt, gemacht: DLPA, DPA, 5-HTP, L-Glutamin, L-Tyrosin und GABA. Über die letzten drei werde ich demnächst noch einen Artikel „Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 4)“ schreiben.

      Mit GABA habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Es lockert den Muskeltonus, macht, dass man sich schneller regeneriert und weniger Schlaf braucht und ist ein prima Angstlöser. Ich kenne sogar jemanden, der schwere Ängste losgeworden ist, die ihn schon von Kindheit an geplagt haben. Er hat eine Amino-Kur nach Julia Ross inklusive GABA gemacht. Die Ängste verschwanden vollständig und sind auch nach dem Ende der zweimonatigen Kur nicht wieder aufgetaucht. Sollten wieder Ängste auftreten, wird er GABA nach Bedarf einnehmen. Er ist sehr froh darüber, weil er schon mehrere gescheiterte Therapieversuche hatte und auch sonst alles mögliche ausprobiert hatte. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  9. Liebe Anne-Babara!
    Danke für deine Info.
    Es ist schön jemanden zu haben mit dem man sich austauschen kann.
    GABA scheint das richtige für mich zu sein, denn ich kann mich
    schlecht entspannen, bin auch oft ängstlich und gereizt.
    Momentan scheint auch nicht wirklich etwas helfen.
    Kann man eigentlich alle Aminos gleichzeitig einnehmen?
    Liebe Grüße
    Hermine

    • Liebe Hermine,

      dann könnte GABA gut auf Dich passen! Du kannst alle Aminosäuren gleichzeitig einnehmen. Ich würde nur mit einer anfangen und die anderen nach und nach dazunehmen, damit Du es zuordnen kannst, solltest Du eine nicht vertragen. Und auf Deinen Erfahrungsbericht wäre ich natürlich auch sehr neugierig! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  10. Liebe Anne-Barbara,

    vielen Dank für deine Berichte. Ich habe viel daraus für mich gewinnen können. Ich wollte allerdings ein paar Dinge anmerken, die ich jetzt nach weiterer Internetstudie herausgefunden habe:

    (1) Aminosäuren, welche als Vorstufen für Hormone im Gehirn dienen (L-Tryptophan, L-Tyrosin, DLPA etc.) sollten, wie Du richtig sagst, zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden, jedoch nicht alle gleichzeitig. Die verschiedenen Aminosäuren konkurrieren nämlich um den Eintritt ins Gehirn an der Blut-Hirn-Schranke. Insbesondere L-Tryptophan soll dabei gerne den Kürzeren ziehen. Also am Besten etwas zeitversetzt einnehmen. L-Tryptophan wird darüber hinaus besser aufgenommen bei (Ausdauer)sport oder wenn gleichzeitig Kohlenhydrate gegessen werden (siehe: http://tryptophan-supplementation.blogspot.de/).

    (2) GABA kann entweder nicht oder nur zu geringen Mengen die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Dies wurde leider im Buch von A. Ross überhaupt nicht erwähnt. Auch hierzu finden sich viele Quellen im Internet. Mir ist also bisher nicht klar wie supplementiertes GABA im Gehirn wirken soll. (Das hast du aber auch nie behauptet, ich habe es jetzt nur im Kommentarbereich gelesen)

    Vielen Dank nochmal für Deine Berichte, sie sind sehr inspirierend.

    lg,
    Nicolas

    • Lieber Nicolas,

      danke für Dein nettes Feedback und Deine ergänzenden Anmerkungen, die sicher für viele hier interessant sind!

      Zum Thema GABA: Julia Ross schreibt dazu, dass man es unbedingt sublingual einnehmen sollte, d.h. unter die Zunge legen und über die Mundschleimhaut resorbieren lassen. Wenn man das so macht, hat es nach meiner Erfahrung an mir und vielen Klienten eine deutliche Wirkung. Es wirkt angstlösend, beruhigend und erhöht die Regenerationsfähigkeit. Ob das nun über das Gehirn läuft oder einfach über den Rest des Körpers, kann ich Dir nicht sagen. Aber gerade bei Angstzuständen ist GABA einen Versuch wert.

      Zum Thema gleichzeitige Einnahme: Da Tryptophan und GABA eher beruhigen, nimmt man sie nachmittags und zur Nacht ein, während L-Tyrosin und DLPA eher fit machen und deswegen direkt nach dem Aufwachen und vormittags genommen werden. Von daher kann man es so einrichten, dass man nie mehr als zwei auf einmal einnimmt. Oder, wenn man ganz sicher gehen möchte, kann man es natürlich so machen, wie von Dir vorgeschlagen.

      Ich habe meine Amino-Kur inzwischen hinter mir und nehme nur noch nach Bedarf welche ein, d.h. ab und zu eine Kapsel Tryptophan, wenn ich schlecht schlafe, oder 5-HTP gegen Kopfschmerzen. Da ich meine Ernährung gemäß der Empfehlungen von Julia Ross umgestellt habe und jetzt wesentlich mehr Eiweiß zu mir nehme, ist mein Botenstoffwechsel jetzt weitgehend von allein o.k.

      Und wenn Du noch Fragen oder weitere Anmerkungen hast, immer gern! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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