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Kommentare

Ja oder nein zur Welt? Hochsensibilität und Spiritualität — 8 Kommentare

  1. “Diese auf die eigenen Neigungen und Lebensphasen bezogene richtige Mischung zu finden ist meiner Meinung nach für hochsensible Menschen sehr wichtig und auch bei weltanschaulich freiem Denken praktikabel.” das empfinde ich auch so. fast lebenswichtig sogar. ich (als frau) kann dieses bedürfnis zwischen eher aktiv und eher passiv sowohl rückblickend auf bestimmte lebensphasen also auch allmonatlich im zyklus gut erkennen. und versuche immer, es auch entsprechend zu leben. dann ist das energielevel am höchsten und die gedankenwelt am fruchtbarsten 🙂 danke für den artikel!

    • Liebe Andrea,

      freut mich, dass Dich mein Artikel inspiriert hat! 🙂

      Wahrscheinlich meinen wir das gleiche, ich möchte es nur noch einmal hervorheben: Kontemplation ist im Grunde genommen etwas sehr aktives, aber eben eine innere Aktivität, in der man sich auf bestimmte Werte, Gott, das Universum oder wie auch immer man es nennen möchte, ausrichtet. Also durchaus eine Passivität in der Hinsicht, dass man die Welt einmal außen vor lässt, um zu einer inneren Ruhe zu kommen, die es einem ermöglicht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber eben keine Passivität im Sinne von Muße oder Nichtstun. Kannst Du das so teilen?

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. liebe barbara, jetzt muss ich wohl nochmal nachdenken:-) muße und nichttun setzen energie frei um inmichzugehen und dort, sozusagen im inneren gespräch, das erlebte und erfahrene der aktiven phase in den inneren kosmos einzuordnen und zu ver’wert’en und sich auszurichten. um dann in gereifter form wieder aufzutauchen und sich ggf. mit kurskorrektur im aktiven tun wieder der aussenwelt zuzuwenden. so vielleicht!?

    • Liebe Andrea,

      jetzt hast Du es aber ganz genau auf den Punkt gebracht, finde ich. Danke Dir dafür! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Dieser Artikel trifft genau einen Punkt meines Lebens, der mich lange umgetrieben hat. Irgendwann auf meiner Suche nach dem mir ganz eigenen Knacks, der es mir unmöglich machte mein Leben auf die Reihe zu kriegen, lies ich mir ein spirituelles Horoskop machen. Heraus kam dabei u. a., dass ich von 2 völlig gegensätzlichen Schwingungen regiert werde (man verzeihe mir die unprofessionelle Ausdrucksweise). Luftig leicht und zu tieft bewusst….
    Zunächst hatte ich mit der luftigen Leichtigkeit meine Probleme, wollte ich doch ein tiefgründiger Mensch sein.
    Also wieder Selbstzweifel.
    Aber dann stellte ich fest, dass es mir am besten geht, wenn ich beiden Seiten genügend Raum lasse. Warum auch nicht? Ist doch nur eine Sache der Bewertung.

    Jetzt hat mich das Leben an einen Arbeitsplatz geführt, an dem ich sehr bodenständige Inhalte an junge Menschen (Schulversager, von der Gesellschaft aufgegebene…) vermitteln darf und gleichzeitig durch meine Spiritualität helfen kann, dass diese jungen Menschen ein Stück weit ihren Wert als Mensch erkennen können – und damit meine ich nicht den gesellschaftlichen.
    Und das wiederum stärkt mich selbst in meinem Sein!
    Schön

    • Liebe Hildegard,

      was für eine wunderbare Geschichte, vielen Dank dafür! Ich bin gerührt und freue mich für diese jungen Menschen, dass sich jemand wie Du um sie kümmert. Wirklich richtig schön. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Liebe Anne-Barbara,

    wenn man an den Ursprung des christlichen Glaubens zurück geht, zu Jesus Christus, hat man das beste Beispiel eines hochsensiblen Menschen vor Augen, der vita activa mit vita contemplativa in Einklang brachte. Er erfüllte seine Berufung auf aktive Weise, zog sich jedoch immer wieder zurück, um das Gespräch mit Gott, seinem Vater, zu suchen. Er war sich sehr bewußt, wann die Zeit hierfür reif war und stieß damit so manchen seiner Nachfolger vor den Kopf. Nur so konnte er seine ihm zugedachte Rolle in Kraft ausfüllen.

    Mir persönlich führt dies vor Augen, dass wir einen guten Ausgleich finden können, sollen, dürfen zwischen unserem aktiven Leben und dem Bedürfnis des Zur-Ruhe-Kommens, des Auftankens und In-Sich-Gehens. Dass dies sogar eine Notwendigkeit darstellt, um nicht auszubrennen. Und, dass dies durchaus auch nicht immer in die Zeitplanung meiner Umwelt passt.

    Danke für die tiefsinnigen Beiträge.

    Herzliche Grüße
    Angelika

    • Liebe Angelika,

      vielen Dank für Deinen schönen und bereichernden Kommentar! Du hast hier wirklich ein wunderbares und sehr prominentes Beispiel gefunden. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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