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Aggression als Trostpflaster – wenn aus Opfern Täter werden — 8 Kommentare

  1. Danke für den guten Artikel. Es ist sehr belastend jemanden zu kennen und zu lieben, der diese Symptome stark auslebt und nicht lernfähig und behandlungswillig ist (Kriegsveteran, ex-Polizist, jüdisches Umfeld das Nichtjuden abwertet, ständige Terrorangst in IL etc.). Die ständigen unvorsehbaren Stimmungs- und Verhaltensänderungen bringen einen sensiblen und empathischen Menschen in grössten Stress und Verzweiflung.

    Meine Erfahrungen haben mich selbst erkranken lassen an C-PTSB u.a.m.

    • Hallo Diêu-Nghiêm,

      vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Mit einem solchen Partner bist Du wirklich in einer extrem schwierigen Lage. Du bist schon über die Grenzen dessen gegangen, was Dein Körper und Deine Seele ertragen. Es ist wichtig, dass Du Dich jetzt wieder um Dich kümmerst! Welche Möglichkeiten gibt es für Dich, was kannst Du für Dich tun?

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. Danke für den Einblick in die psychologie von Gewalttätern!

    Prügelstrafe war in meiner Kindheit gängiges Erziehungsmittel. Als ich fast vierzig Jahre später meinem Vater gegenüber im einem Gespräch über die Erziehungsmethoden meines Onkels, mal eine Bemerkung fallen lies, er (also mein Vater) sei ja auch nicht gerade zimperlich gewesen, reagierte er völlig empört mit den Worten „Ich habe Euch doch nie geschlagen!“ Ich war total verwirrt und musste irritiert zur Kenntnis nehmen, dass er tatsächlich keine realistische Erinnerung an die Geschehnisse hatte. Irgendwann äußerte er sogar, er sei vielleicht nicht streng genug gewesen, sonst sei ich wohl nicht süchtig geworden. Über die Idee, dass er glaubte, er hätte mir die Suchterkrankung (Kommt das übrigens bei Hochsensiben häufiger vor? Ich glaube nämlich, dass ausgesprochen viele Süchtige HSP sind.) ausprügeln können, kann ich im Nachhinein schon fast wieder lachen. Mein Vater lebt nicht mehr und ich bin froh, dass ich ihm vergeben und so meinen inneren Frieden finden konnte.

    Beste Grüße
    Garnet

    • Hallo Garnet,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback und Deinen Bericht! Vieles von dem, was Du über Deinen Vater schreibst, ist so typisch. Es tut mir leid, dass Du es so schwer gehabt hast. Deine Suchterkrankung ist sicher eine Folge der Gewalt, die Du erleiden musstest; auf keinen Fall ist es so, wie Dein Vater es gesehen hat.

      Ob jetzt Hochsensible öfters süchtig werden als andere kann ich Dir nicht sagen. Ich habe in meinen Coachings hin und wieder Hochsensible mit Suchtproblematiken. Da war es so, dass sie, als sie noch nichts von ihrer Hochsensibilität gewusst haben, in ihrer Not zu einer Art „Selbstmedikation“ gegriffen haben. Sie merken, dass irgendetwas nicht so funktioniert wie bei anderen, und wenn sie dann zu einem Glas Bier, einem Joint etc. greifen, geht es ihnen scheinbar besser. Da kann es natürlich passieren, dass sie in eine Abhängigkeit geraten.

      Von daher kann ich nur raten, beim Entzug darauf zu achten, gleichzeitig für die ursächliche Problematik gesunde Alternativen zu finden, z.B. EFT, Entspannungstechniken, eine für Hochsensible angemessene Lebensweise, ggf. psychotherapeutische Begleitung etc. Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage, und wenn Du noch Fragen hast, immer gern. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Hallo Barbara,

    sehr interessanter Artikel du schreibst…es ist brandgefährlich mit jemanden zusammenzusein der einen (Gewalt) angetan hat… oder ständig Druck ausübt ich habe das über viele Jahre mitgemacht (sollte der beste Freund sein „es ist alles gut was ich für Dich mache alles nur zu Deinem besten“)

    Liebe Grüße
    Jens

    • Lieber Jens,

      danke für Dein Interesse an diesem Artikel, das mich sehr freut! Tut mir leid, dass Du mit Deinem früheren Freund so viel durchgemacht hast. Bitte achte darauf, ob Du Dich vielleicht leicht zum Opfer machen lässt, weil Deine Bereitschaft, solche Tätermuster zu ertragen, evtl. recht hoch ist. Wichtig ist, dass Du aus dieser Erfahrung lernst, damit Du in Zukunft achtsamer sein kannst.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Danke Barbara

    Du hast Recht:-) das ist mir auch schon aufgefallen ich habe Probleme beim Umgang mit dominanten Menschen das sind wahrscheinlich die Folgen aus den damaligen Ereignissen und vielleicht auch aus früher Kindheit?

    Liebe Grüße
    Jens

    • Lieber Jens,

      wahrscheinlich ist das so! Aber was auch immer Du an Erfahrungen gemacht hast, es ist möglich, aus solchen Mustern auszusteigen. Wichtig ist, dass Du Deine Achtsamkeit darauf richtest, wie Du in Stresssituationen reagierst, was die dahinterliegenden Gefühle sind etc… Dann kannst Du nach und nach lernen, Dich besser zu behaupten, und wirst so für Menschen mit Tätermustern uninteressant.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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