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Kommentare

Smalltalk für Hochsensible – alles andere als oberflächlich — 12 Kommentare

  1. Hach, mir ist ein ganzer Kronleuchter aufgegangen. Ich kann zwar halbwegs Smalltalk, aber ich hatte den Sinn nie verstanden und es eher mit Unbehagen absolviert. Aber jetzt! Auf zur nächsten Gartenfeier! Vielen Dank für diesen und andere wirklich hilfreiche Artikel! Marie

    • Hallo Marie,

      das freut mich und viel Spaß bei der nächsten Gartenparty! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. schöner artikel, allerdings würde ich gern die frage in den raum stellen ob es euch kein unbehagen bereitet, das wir tiefgründigen, sensiblen uns immer an den oberflächlichen kleingeist der masse anpassen müssen und zwar deshalb, weil sie in der überzahl sind und wir nicht einsam sein wollen? wir hochsensiblen denken in großen zusammenhängen, versuchen kausalitäten zu verstehen etc… ich empfinde dies für mich persönlich als gabe und sehe darin großes potential für menschliche weiterentwicklung. habt ihr nicht das gefühl das ihr im gespräch mit den “normalen” euer geistesniveau “downgraden” müsst, damit man auf eine kommunikationsebene kommt? mir bereitet es magenschmerzen, weil ich ganz platt gesagt, das gefühl hab ich muß erst dumm sein oder mich dumm stellen, damit ich nicht einsam sein muß….
    frank

    • Hallo Frank,

      ich persönlich empfinde es als Bereicherung, mit Menschen zu kommunizieren, die anders gestrickt sind als ich. Denn ich denke nicht, dass wir Hochsensiblen die besseren Menschen sind. Mehr dazu findest Du hier:

      Sind Hochsensible die besseren Menschen?

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Hallo Frank, habe den Artikel erst jetzt gelesen, hoffe, mein Komentar ist noch interessant. Ich verstehe was Du meinst, ehrlich gesagt, ergeht es mir da genauso. Nicht immer, aber doch oft. Die Erfahrung hat mich gelehrt, mich dumm zu stellen damit eine Art Akzeptanz mit Kollegen oder Bekannten zustande kommt. Das empfinde ich schon als belastend und frustrierend und als Verschwendung meiner Ressourcen. Es kommt mir dann so vor, als würde immer nur von meiner Seite Toleranz und Verständis erwartet, ich bekomme das nie von meinem Gegenüber. Und selbstverständlich ist das ein auf Dauer untragbarer Zustand, auf Fragen, die man mit Leichtigkeit und gern beantworten könnte, zu sagen:…weiss ich nicht, keine Ahnung. Und dann ist man plötzlich akzeptiert….Aber es gibt auch die wenigen anderen, mit denen es eine Freude ist, sich im Gespräch zu verlieren, seinen Verstand galoppieren zu lassen, nichts auf irgendwelche Goldwaagen legen zu müssen. Und es gibt auch die wenigen Normalsensitiven, die tatsächlich Akzeptanz zeigen und mit denen Freundschaft möglich ist.
      Der Artikel zum Smalltalk enthält sehr wesentliches, etwas, was man schon wusste und vll. sogar schon anwendete, was einem aber nie so bewusst war. Er ist sehr wertvoll, danke. Er bestätigt und gibt Kraft. Es ist gut, sich nicht so allein und so falsch zu fühlen.

    • Liebe Sandy,

      danke dir für deinen Bericht, dein nettes Feedback zum Artikel und deine Antwort auf Frank!

      Klar, dass andere von dir gern hätten, dass du Verständnis und Toleranz zeigst. Es ist etwas sehr angenehmes, das von einem hochsensiblen, empathischen Menschen zu bekommen. Ob du dazu nun bereit bist oder nicht, ist aber deine Entscheidung. Niemand ist auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. Mit Deiner Lebensenergie darfst du das tun, was du möchtest. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Liebe Anne-Barbara,
    danke, so habe ich es noch nicht gesehen da es sich anders anfühlt. Danke für Dein Verständnis…;o)
    Danke auch für Deine wunderbaren Artikel, sie sprechen soviel aus und bestätigen einen Alien, geben Kraft und Mut und zeigen, es gibt noch andere, es gibt Möglichkeiten, ich bin ok, ich höre die Flöhe tatsächlich husten und das ist fantastisch..;o), sie erklären und bestätigen, zeigen Wege….
    Danke, dass es Dich gibt und Du tust, was Du tust.
    LG Sandy

    • Liebe Sandy,

      wow, danke Dir für dieses superliebe Feedback! Mir ist ganz warm ums Herz… <3 😀

      Ja, es gibt viele andere! Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie viele Parallelen es unter uns Hochsensiblen gibt. Dabei dachte ich früher auch, ein Alien zu sein... Wie schön, dass wir jetzt in Verbindung sind! 😀

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Liebe Anne-Barbara,
    vielen Dank für die “Reanimation” dieses zurückliegenden Artikels druch den Newsletter.

    Das Thema ist brisant und für HSP auf zeitlos. Wenngleich ich zumindest für mich keinen Erkenntniszugewinn finde.

    Smalltalk mag ich nicht, weder dabei zuzuhören müssen, noch selber welchen zu führen. Deine genannte Technik zum vorsichtigen Abklopfen von sympatischen Personen habe ich bereits vor meinem ComingOut unbewußt angewendet. Nun habe ich etwas Basiswissen dazu, das ist gut.

    Was aber, wenn man bereits erkennt, daß die Person(en) def. nicht zu den sympatischen Zeitgenossen gehört(gehören) bzw. das Abklopfen ganz offensichtlich zu keinem tiefenren Sinn führen kann – eben weil es schon ersichtlich ist, daß es über den Smalltalk nicht hinaus gehen wird?

    Genau das ist HSP – oder zumindest mir persönlich – schon vorab der Grund, das es nicht zum Smalltalk kommt und ich dann – selbstverständlich – von meiner Umgebung als merkwürdig, überheblich o.a. angesehen werde.
    Dies ist i.d.R. für mich keine Problematik, da ich damit letztlich das erreiche, was ich will: keinen Kontakt.
    Bspw. aber für enge Freunde und die Familie führt das zuweilen zu Nebeneffekten, denn es bleibt nicht aus, daß sich als so abgewiesen fühlende Personen dies dann auf mehr als eine Person (mich) übertragen.

    Demnach aus politischen Gründen in einen Smalltalk zu verfallen, könnte zwar Präventiv sein – geht dann aber wieder in den Bereich der Selbstmißachtung.

    Vielen Dank für diese Gelegenheit.
    Herzliche Grüße
    Henry

    • Lieber Henry,

      danke für Dein nettes Feedback und Deinen Bericht!

      So wie Du es beschreibst, hast Du gar kein Problem mit Smalltalk, denn wenn Du Dich für jemanden interessierst, kannst Du das ja anscheinend recht gut. Es klingt eigentlich eher nach einem Abgrenzungs-Thema, dass Dir Strategien fehlen, wie Du Dich gegen Menschen, mit denen Du nicht in Kontakt treten möchtest, auf eine Weise abgrenzt, ohne dass das negative Konsequenzen hat. Mehr dazu erfährst Du in diesem Blog-Artikel:

      In drei Schritten zu mehr Abgrenzung bei Hochsensibilität

      Für Dich ist besonders der dritte Schritt wichtig.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  5. Hallo Henry,
    es ist Ihr gutes Recht und Ihnen selbst gegenüber auch Ihre Pflicht (Selbstfürsorge), authentisch zu sein und Situationen/Menschen zu meiden, die Ihnen nicht guttun oder Ihnen nichts bedeuten. Sich anderen Menschen zum Gefallen zu verbiegen bzw. Dinge zu tun, die man eigentlich nicht tun möchte, ist nie eine gute Lösung. Das würde zu Ihren Lasten gehen, und Sie sind ausschließlich für Ihr eigenes Wohl verantwortlich.

    Wenn Sie also keinen Kontakt/Smalltalk möchten mit bestimmten Menschen – völlig egal ob Familie, Freunde oder Fremde – dann sollten Sie weiterhin den Mut und die Stärke aufbringen und zu sich selbst und Ihren andersartigen Bedürfnissen stehen. Und dabei ist es nicht Ihre Aufgabe und Verantwortung, sich darüber Gedanken oder Sorgen zu machen, wie/ob die anderen damit umgehen können oder gfs darunter leiden. Lassen Sie sich bitte nichts einreden!

    Ich neige auch zu diesem Muster von Mitgefühl für andere und kann es gut nachempfinden, wenn man einen geschätzten oder lieben Menschen zurückweisen muß und ihm nichts Unangenehmes “antun” möchte. Das kostete mich kürzlich bei einer Freundin auch große Überwindung. Aber wer mich wirklich mag/respektiert, der nimmt mich so an, wie ich bin und möchte auch, daß ich mich wohlfühle im Miteinander. Und wenn er das nicht kann oder will, dann darf er gern auf Distanz gehen oder ich tue es, wenn meine Grenzen/Bedürfnisse mißachtet werden bzw. ich mich mit einem Menschen nicht wohlfühle. Dann harmoniert es einfach nicht.

    Aber ich mache mir dann immer wieder bewußt, daß ich nicht in böser Absicht handle, niemanden ärgern und verletzen will und es auch 100%ig so in mir fühle, daß dies die Wahrheit ist. Ich bin einfach nur ehrlich und achte auf mein eigenes Befinden – was ich mühsam lernen mußte. Und solche Grenzen zu ziehen dient dem eigenen Schutz und Wohlbefinden. Das ist kein Egoismus (wie andere gern versuchen es zu verdrehen), sondern Fürsorge für mich selbst. Und wenn andere dafür kein Verständnis haben, okay, dann ist es eben so. Das kann/sollte man auch nicht erwarten, und das müssen Sie dann aushalten und wäre Ihr Lernprozeß, um darin zunehmend sicherer und gelassener zu werden.

    Wenn andere Menschen sich durch Ihre Ehrlichkeit und Klarheit abgewiesen fühlen und diese Zurückweisung auch noch auf andere Leute projizieren, ist das ganz allein deren psychologisches Problem. Das ist überhaupt nicht Ihre Baustelle!

    Sie würden doch vermutlich auch nicht einen anderen Menschen dafür verantwortlich machen, wenn sein Verhalten bei Ihnen irgendwelche unangenehmen Gefühle auslöst, sondern dann würden Sie in sich selbst nach der wahren Ursache forschen mit der Frage “warum tut es mir jetzt weh bzw. macht mir zu schaffen, daß Person XY sich so verhalten hat?”
    In der Regel ist eine eigene ungeheilte, alte Wunde (Kindheit) der Grund dafür, wenn man durch Verhaltensweisen anderer leidet. Insbes. zurückgewiesene Zuneigung ist ja geradezu ein Klassiker in der Psychotherapie und betrifft sehr viele erwachsene Menschen.

    Es klingt so, als wenn es Ihnen schwerfällt, ganz bei sich selbst zu bleiben und es nicht an sich heranzulassen, wenn andere Leute wegen Ihnen leiden oder versuchen, Ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen und nicht fähig sind, Sie in Ihrem Sein so anzunehmen, wie Sie sind.

    So, nun aber genug geschrieben 😉 Ich hoffe, daß Sie es lesen werden und etwas damit anfangen können…
    Alles Gute!
    Ramona

    • Liebe Ramona,

      vielen Dank für das Teilen Deiner Gedanken!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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