Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 1)

In meinen Coachings werde ich immer wieder gefragt, ob man bei Hochsensibilität seine Nerven mit Nahrungsergänzungsmitteln stärken kann. Das geht tatsächlich, und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Hochsensibilität höchstwahrscheinlich durch eine genetische Variante entsteht, die eine vermehrte Bildung des Neurotransmitters Glutamat zwischen den Nervenzellen bewirkt. Dadurch funktionieren Nervensystem und Gehirn hochsensibler Menschen ein wenig anders als beim Bevölkerungsdurchschnitt: Das neuronale Netz ist insgesamt empfindsamer, beschleunigt sich und muss dadurch mehr leisten (ausführlich kann man das in meinem Artikel Hochsensibilitätsgen von der Migräne-Forschung gefunden? nachlesen). Das spricht durchaus dafür, die hochbeanspruchten Nerven mit Nahrungsergänzungsmitteln zu unterstützen, genau wie auch ein Leistungssportler auf solche Dinge achtet. In der Folge möchte ich einige Nahrungsergäzungsmittel für die Nerven nennen, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe.

Regelmäßig essen

Das Nervensystem hochsensibler Menschen läuft also einen Gang schneller als das des Bevölkerungsdurchschnitts. Es benötigt deshalb mehr Energie! Bei Hochsensibilität sollte man deshalb längere Hungerphasen vermeiden, also lieber die Hauptmahlzeiten etwas verkleinern und dafür nach Bedarf Zwischenmahlzeiten einlegen. Diese Grundlage für eine stabile Gehirn- und Nervenfunktion lässt sich durch kein Nahrungsergänzungsmittel der Welt ersetzen! Dabei ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein zu achten.

Für eine gleichmäßige Energieversorgung benötigt das Nervensystem einen konstanten Blutzuckerspiegel. Diesen erreicht man durch den Verzehr ausschließlich komplexer Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten mit etwas Fett. Einfache Kohlenhydrate und Zucker erzeugen einen raschen Anstieg des Blutzuckers, gefolgt von einer hohen Insulinausschüttung, die dann wieder zu einem raschen Absinken führt. Sie sind deswegen zu meiden. Vollkornprodukte hingegen sind schwerer verdaulich und führen deshalb zu einem langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels. Die Kombination mit etwas Fett bewirkt, dass die komplexen Kohlenhydrate länger im Magen verweilen und so noch langsamer aufgenommen werden.

Des weiteren ist eine gute Versorgung mit Proteinen wichtig. Mehr dazu kannst du in meinem Artikel Süßlupine – ideal als Eiweißquelle für Hochsensible nachlesen.

Vitamin D, Magnesium und Kalium – das Dreigestirn für hochsensible Nerven

Ein absolutes Basic der Nahrungsergänzung, nicht nur für die Nerven, ist das Dreigestirn von Vitamin D, Kalium und Magnesium. Über Vitamin D gibt es in diesem Blog schon einen ausführlichen Artikel: Winterdepression? Sonnenvitamin D für Hochsensible! Warum und in welcher Dosierung man es einnehmen sollte, kann man dort nachlesen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal kurz erwähnen, dass ein ausreichend hoher Vitamin-D-Spiegel im Blut eine Burnout-Prophylaxe darstellt und deshalb für hochsensible Nerven sehr wichtig ist.

Nervensignale werden über elektrische Impulse übertragen. Dies geschieht, indem eine Polarisierung aufgebaut wird: Im Inneren der Nervenzellen liegt vermehrt Kalium, außen vermehrt Natrium. [Quelle: Ruhr-Uni Bochum, Erregungsleitung] Ein hocherregbares Nervensystem benötigt also auch mehr Kalium. Ein Kaliummangel führt zu Kreislaufproblemen und Schwindelgefühl. Wer sicher gehen möchte, sollte vor der Einnahme von Kalium den Kaliumspiegel im Blut checken und auch zwischendurch immer wieder einmal kontrollieren lassen, denn zu viel Kalium im Blut ist kontraproduktiv.

Magnesium hat gleich zwei Vorteile: Erstens aktiviert es den Brennstoff innerhalb der Zellen, das sogenannte ATP (Adenosintriphosphat) und hilft dadurch gezielt bei der Energiebereitstellung in den Nervenzellen. Zweitens bewirkt zu wenig Magnesium im Körper, dass keine Entspannung mehr möglich ist, weil es zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Zellmembranen kommt. Die Polarisierung der Nervenzellen kann nicht aufrecht erhalten werden, wodurch die Nerven übererregbar werden. Das durch Glutamat beschleunigte Nervensystem hochsensibler Menschen benötigt deshalb auch mehr Magnesium, um wieder abschalten zu können.

Magnesium und Kalium – wie einnehmen?

Kalium und Magnesium bieten als Citrat eine hohe Bioverfügbarkeit. Die meisten Mittel im Drogeriemarkt und in der Apotheke enthalten sie als Chlorid, doch das wird vom Körper schlecht aufgenommen. Als Citrat erhält man beide sehr günstig als loses Pulver:

Magnesiumcitrat Pulver

Kaliumcitrat Pulver

Davon kann man sich eine Mischung selbst herstellen. Dazu nimmt man ein Teil Kaliumcitrat auf 4,5 Teile Magnesiumcitrat. Grund dafür ist, dass in Kaliumcitrat sehr viel mehr Kalium enthalten ist als Magnesium in Magnesiumcitrat. Von diesem Pulver kann man morgens und abends einen halben Teelöffel voll in einem Glas Wasser auflösen. Ein gestrichener Teelöffel bzw. 3,6 g dieser Mischung entspricht einer täglichen Menge von je 300 mg reinem Kalium und Magnesium.

Eine Überdosierung von Magnesium führt zu Durchfällen und damit nicht zu einem erhöhten Magnesiumspiegel im Blut. Die richtige Dosierung ist deshalb individuell die, die noch nicht zu Durchfällen führt.

Wer das Gefühl hat, mehr Magnesium zu benötigen, kann die Dosis schrittweise erhöhen, bis der Stuhl anfängt, etwas weicher zu werden. Dann nimmt man die Dosierung so weit zurück, bis der Stuhl sich wieder normalisiert. Das entspricht genau der Menge Magnesium, die der Körper braucht. Es gibt durchaus Menschen, die bei 600 mg (= ca. 2 TL Magnesiumcitrat-Pulver) täglich noch keinen Durchfall bekommen. Diesen Test sollte man allerdings machen, bevor man die beiden Pulver vermischt hat, und sich erst danach die individuell passende Mischung herstellen.

Ein Rechenbeispiel: Wer feststellt, dass er 600 mg Magnesium täglich benötigt, mischt dann einen Teil Kaliumcitrat mit 9 Teilen (statt mit 4,5) Magnesiumcitrat und nimmt täglich 6,5 g dieser Mischung ein, auf zwei Dosen verteilt.

Wer eine Durchfallneigung hat, verträgt Magnesiumcitrat meist nicht. Schonender für den Darm sind Magnesiumchelat und Hydroxid, z.B. diese Präparate:

Magnesium-Chelat – 200 mg – 240 Tabletten
Die Tabletten sind relativ groß und für manche*n vielleicht nicht leicht zu schlucken. Deswegen alternativ:

Magnesiumchelat Pulver
Das Pulver hat aber einen etwas seifigen Geschmack, ist also nur empfehlenswert, wenn dir das nichts ausmacht.

Magnesium Hydroxid
Damit habe ich in den letzten Monaten sehr gute Erfahrungen gemacht, weil es wie Chelat keinen Durchfall verursacht.

D-Ribose – der Extra-Energieschub für die Nerven

Ribose ist ein Zucker, der ein wichtiger Bestandteil des Energiemoleküls ATP ist. Auch viele andere ähnlich wie ATP aufgebaute Moleküle, z.B. GTP (Guanisintriphosphat), enthalten Ribose. ATP ist der Energieträger des Körpers, der von den Kraftwerken der Zellen, den Mitochondrien, bereitgestellt wird. Die Wirkung von D-Ribose tritt schnell ein und hält für ca. drei Stunden an. Es lohnt sich durchaus, einmal auszuprobieren, ob es damit zu einer Stärkung der Nerven kommt. Ribose sollte aber nicht bei Krebserkrankungen und Krebsvorstufen eingenommen werden! [Quelle: Kuklinski und Schemionek, Mitochondrientherapie – die Alternative, Bielefeld 2014, Kindle Edition Pos. 1257f]

In den ersten drei Wochen nimmt man dreimal täglich einen Teelöffel in Wasser, Joghurt, etc. aufgelöst ein. D-Ribose schmeckt süß und kann überall dort verwendet werden, wo man ansonsten zu Zucker greifen würde. Als Erhaltungsdosis kann man danach auf einen Teelöffel täglich umsteigen, den man am besten dann einnimmt, wenn die Nerven den dreistündigen Energieschub gut brauchen können, oder auch, wenn akut eine Reizüberflutung aufgetreten ist.

Weitere Nahrungsergänzungen, die für dich interessant sein könnten

In diesem Artikel hast du einige gute Basics an die Hand bekommen, die sanft und zuverlässig wirken. Es gibt jedoch noch viel mehr, was du in dieser Hinsicht für dich tun kannst! Das Meiste von dem, was ich empfehle und was ich auch meinen Coaching-KlientInnen weitergebe, ist hochwirksam, sodass es dir schon nach wenigen Tagen, teils sogar in wenigen Minuten, spürbar besser geht.

Wichtig für dich zu wissen ist:

  • Hochsensibilität ist viel mehr als nur ein psychisches Phänomen, sondern hat handfeste körperliche Ursachen
  • Das Nervensystem hochsensibler Menschen funktioniert ein wenig anders
  • Und wenn die Biochemie nicht stimmt, bleibst du mit mentalen Strategien erfolglos, weil dein Gehirn nicht in der Lage ist, die Impulse auch umzusetzen

Ich kann darauf jetzt an dieser Stelle nicht genauer eingehen, weil das den Rahmen sprengen würde. Aber in meinem Buch Nahrungsergänzung für hochsensible Menschen – wie du die Reizschwelle deiner Nerven in 3 Schritten erhöhst und im Alltag deutlich leistungsfähiger bist erläutere ich die Zusammenhänge ausführlich und gebe dir leicht verständliche Anleitungen, wie du dich als hochsensibler Mensch nachhaltig gut fühlen kannst. Denn ich möchte, dass du dein Potenzial als hochsensibler Mensch voll einbringen kannst, ganz egal, wo auch immer du im Leben gerade stehst.

Teil 2 und 3 dieser Artikelserie:

Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 2)
Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 3)

Clipart von benoitpetit auf freesvg.org
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41 Gedanken zu „Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven (Teil 1)“

  1. danke für den artikel :-) beim lesen ist mir was aufgefallen. ich vertrage überhaupt kein glutamat in der nahrung. dann krieg ich voll die innere krise, wie brennnessel von innen sozusagen. liegt das vielleicht an den von dir beschriebenen zusammenhängen? oder allgemein gefragt: hsp = glutamatunverträglichkeit?
    schöne grüße, andrea

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  2. Hallo Andrea,

    bitte doch, immer gern! :-)

    Den Gedanken, ob Glutamatunverträglichkeit etwas mit diesen Zusammenhängen zu tun hat, hatte ich auch schon, und finde es äußerst interessant, dass Du darüber berichtest. Logisch wäre es, aber ich kann Dir nicht mehr dazu sagen, als dass es eine plausible These ist. Danke Dir für diesen Hinweis!

    Herzliche Grüße,
    Anne-Barbara

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  3. Liebe Anne-Barbara,

    ganz vielen lieben Dank für den interressanten Blog-Artikel.
    Nun wird mir wieder ein Stückchen klarer.
    Dieser Leistungsabfall und das ich auch Kohlenhydrate dringend benötige…
    Das habe ich immer mal wieder probiert. Ernährung ohne Kohlenhydrate. Ein Albtraum. Schwindel, Schwäche usw.
    Dankeschön, für diesen Artikel und die wertvollen Tipps…
    Bis bald

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  4. Liebe Brigitte,

    ich musste jetzt lachen, als ich das Wort „Albtraum“ gelesen habe, weil genauso war es für mich auch immer, wenn ich das versucht habe…

    Herzliche Grüße,
    Anne-Barbara

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  5. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Magnesium Nahrungsergänzung gemacht. Aber auch die anderen Tipps die Du hier aufgeführt hast sind aus meiner Sicht wichtig. Werde ich alle so umsetzen.

    LG Jana

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  6. Hallo, da ich mich in letzter Zeit intensiver mit dem Thema Magnesium und dessen Wirkung beschäftigt habe, hier ein Hinweis, dem ich bei meiner Recherche öfter begegnet bin und demnach es durchaus auf die Form des Magnesiums ankommt:
    “ MagnesiumcCITRAT geht in die Muskeln, MagnesiumGLYCINAT geht ins Gehirn“
    Die Quellen reiche ich gerne nach, halte sie nur zurück, da ich keine Werbung machen möchte; die links würden zu „Verkaufsseiten“ führen. Nur so viel, eine Seite ist von Heilpraktikern betrieben, die anderen sind aus dem Sportbereich, die die Wirkung in den Muskeln aber auch die eines besseren Schlafes zur schnelleren Regeneration hervorheben. Eigene Erfahrung habe ich bislang keine gemacht, aber ich werde diese Unterscheidung weiter verfolgen, weiter recherchieren und einen Versuch starten. Viele Grüße, Marta

    Antworten
    • Hallo Marta,

      vielen Dank für Deine Anmerkung, das klingt sehr interessant! Das würde heißen, dass man für unsere Zwecke zur Stärkung unserer hochsensiblen Nerven Magnesiumglycinat einnehmen müsste. Ich werde das weiter verfolgen, ausprobieren und ggf. auch im Artikel korrigieren.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  7. Hallo,

    was Glutamat angeht, bin ich das lebendige Gegenbeispiel: Ohne auf meine kuriosen Essgewohneiten näher einzugehen: ich nehme viel Glutamat mit der Nahrung zu mir und hab damit keinerlei Probleme.

    Einen hohen Bedarf an Magnesium habe ich auch. Trinke mageniumhaltiges Mineralwasser und nehme es als Nahrungsergänzungsmittel auf. Hilft mir bis zu einem gewissen Grad gut gegen Krämpfe und Müdigkeit und dergleichen.

    Womit ich mich derzeit beschäftige ist Vitamin B12 und entsprechende Mangelerscheinungen. Bin für Infos und Überlegungen in der Richtung dankbar. Für eine entsprechende Mangelerscheinung bei mir würde sprechen, dass ich bei fleischloser Nahrung direkt antriebslos, müde und kraftlos bin, mal abgesehen davon, dass ich davon nicht satt werde.

    Gruß. Bianca

    Antworten
    • Hallo Bianca,

      mir geht es auch so, dass mir Glutamat in der Nahrung gar nichts ausmacht. Aber viele meiner Klienten berichten, dass sie es nicht vertragen.

      Was das B12 betrifft: Wenn Du keine Magenprobleme hast und Fleisch isst, ist es relativ unwahrscheinlich, dass Du einen Mangel hast. Du kannst aber einen Bluttest beim Hausarzt machen lassen. Dabei sollte Vitamin B12 und Homocystein gemessen werden, da der B12-Gehalt im Blut nicht wirklich aussagekräftig ist. Es werden nämlich auch B12-Analoga mit gemessen, mit denen der Körper gar nichts anfangen kann. Ist jedoch der B12-Spiegel o.k. und das Homocystein niedrig, also in der Norm, ist alles in Ordnung. B12 hilft nämlich dabei, Homocystein im Körper abzubauen.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  8. hallo,
    ich habe auch einen erhöhten magnesiumbedarf. habe eine zeitlang schüßlersalze nr. 7 genommen. die haben mir bei krämpfen immer gut geholfen. besonders die heiße 7. d.h. 10 tabl. nr. 7 in heißem wasser bei bedarf trinken.
    momentan, aber auch schon länger nehme ich tgl. magnesiumchlorid ein. einfach mal die suchmaschine nutzen.
    ich mache mir ein magnesiumöl mit 42g magnesiumchlorid und destilliertem wasser, welches meine freundin mir herstellt.

    danke für die informativen seiten.
    lg. von barbara

    Antworten
    • Liebe Barbara,

      danke für das Teilen Deiner Magnesium-Strategien und Dein nettes Feedback!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Liebe Anne-Barbara,

      bei mir ist die Ernährung ein wichtiges Thema. Ihr Buch habe ich gerade gekauft – gefällt mir, da es mich auf einem guten Pfad hält. Momentan bin ich noch bei Schritt 1.

      Im Blog ist erwähnt dass eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein das wichtigste ist. Dazu kommt noch dass man ausschliesslich komplexe Kohlenhydrate zu sich nehmen soll.

      Sind Sprossen und frisch geflockte Körner gute komplexe (lebendige) Lebensmittel die man täglich mehrmals essen darf?

      Ausschliesslich komplexe Kohlenhydrate einzunehmen, inwieweit soll ich mich bei frischen Früchten und Gemüse einschränken als Hochsensibler, da diese ja einfachere Kohlenhydrate haben als Vollkornprodukte.

      Gibt es irgendwann von ihnen auch ein Buch : „Ernährung für Hochsensible“?

      Alles Gute
      Martin

    • Lieber Martin,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback zu meinem Buch, das mich sehr freut! Zu Deiner Frage (ich hoffe, „Du“ ist o.k.?):

      Sprossen und frisch geflockte Körner sind super! Auch bei Gemüse gibt es keine Beschränkungen. Bei Obst ist es so, dass Smoothies, Säfte und Trockenfrüchte die gleiche Wirkung wie Industriezucker haben. Denn in dieser Form ist der Zucker freigesetzt und nicht mehr an Pektine gebunden. Wenn Du Obst frisch, als ganze Frucht oder grob kleingeschnitten isst, hat der darin enthaltene Zucker nach meinen Recherchen keine nachweisbare schädliche Wirkung.

      Allerdings gibt es hier individuelle Unterschiede, was die Verträglichkeit betrifft. Ich esse morgens und nachmittags je ein Stück Obst, einen Apfel, eine Birne, Trauben etc. Mehr könnte dann schon zu viel sein. Und es gibt Menschen, die auf den Zucker im Obst empfindlicher reagieren und lieber nur ein Stück Obst täglich essen. Am besten ist, Du probierst das für Dich aus.

      Danke für die Anregung mit dem Buch über Ernährung. Diese Idee ist mir sogar auch schon vorgeschwebt… ;-)

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Liebe Stefanie,

      Vielen Dank für Dein Interesse! Ich habe auch nur Tabletten gefunden, tut mir leid.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  9. Guten Tag,
    nach diesem sehr interessanten Beitrag bin ich auf der Suche nach Magnesiumglycinat nur im Ausland fündig geworden und von dort wird nicht nach Deutschland geliefert.
    Kann mir bitte jemand eine Quelle nennen, die hierher liefert?
    Vielen Dank und beste Grüsse
    Holger

    Antworten
    • Auch wenn es jetzt schon länger her ist: http://www.vitaminexpress.org bietet Magnesiumglycinat als Pulver an.
      Ich habe verschiedene Magnesiumverbindungen ausprobiert,neben Magnesiumcitrat und -malat bin ich jetzt bei Magnesiumglycinat gelandet. Es wirkt sich angenehm auf den Schlaf aus und ist magenschonend.
      Bei diesem Shop schätze ich, dass keine der üblichen Zusatzstoffe verwendet werden und vor allem dass alles gentechnikfrei ist. Ich war auch lange auf der Suche bis ich diese Qualität gefunden habe.

      Danke für die Infos auf dieser Seite. Das mit den Kohlenhydraten ist sehr interessant.

      Liebe Grüße
      Manuela

    • Liebe Manuela,

      danke Dir für den Tipp! Leider ist das Pulver derzeit bei Vitaminexpress nicht lieferbar, sonst hätte ich es mir auch gleich besorgt. Danke Dir auch für Dein nettes Feedback!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  10. Liebe Anne-Barbara,
    aufgrund eines Darmpilzes muss ich mich kohlehydratarm ernähren. Der Verzicht fiel mir die ersten Wochen sehr schwer und ich litt unter vielen Symptomen, die Du oben beschrieben hast. Vorher war ich regelrecht süchtig nach Kohlehydraten und Zucker. Hast Du eine Idee, wie ich dies ausgleichen könnte. In dieser “Entzugsphase“ startete ich einen Versuch mit Rhodiola und mir ging es nicht gut dabei. Siehst Du hier einen Zusammenhang.
    Lieben Dank
    Doris

    Antworten
    • Liebe Doris,

      vielen Dank für Deinen Bericht! Da hast Du das Problem, dass Du das, was für Deinen Darm gut ist, mit dem, was für Dein Nervensystem gut ist, in eine Balance bringen darfst. Du kannst auch bei Darmpilz in Maßen Vollkornprodukte essen. Probiere einfach aus, wieviel Du essen kannst, ohne dass Dein Darm darunter leidet. So findest Du einen Kompromiss.

      Einen Zusammenhang mit Rhodiola und dieser Entzugsphase sehe ich nicht. Wahrscheinlich verträgst Du Rhodiola einfach nicht. Das gibt es immer wieder. Wenn Du mehr über Hochsensibilität, Nahrungsergänzung und Ernährung erfahren möchtest, empfehle ich Dir meinen Online-Kurs:

      Nahrungsergänzung für hochsensible Nerven

      Dort stelle ich auch eine Aminosäure vor, die dabei hilft, sich Zucker abzugewöhnen, außerdem noch mehr Heilpflanzen als Alternativen zu Rhodiola Rosea.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  11. Liebe Anne-Barbara,
    Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Inzwischen vertrage ich Rhodiola morgens sehr gut. Abends nehme ich 5 HTP ein. Da ich immer noch etwas energielos bin und unter chronischen Schmerzen leide – nun meine Frage: kann ich DLPA vormittags mit zeitlichem Abstand zu Rhodiola einnehmen?
    Ich möchte Dir auch von Herzen danken. Durch Deine Tipps geht es mir schon besser
    Danke Doris

    Antworten
    • Liebe Doris,

      ich weiß nicht, inwiefern sich Rhodiola mit Aminosäuren verträgt, aber Du kannst es einfach ausprobieren.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  12. Liebe Anna-Barbara,
    Da ich seit neuestem Altersdiabetis habe esse ich im Moment nur ganz wenig Kohlenhydrate .Während meiner 2-jährigen
    Zeit bei Yoga Vidya habe ich fast Vegan gelebt und es ging mir sehr schlecht dabei.
    Dann entdeckte ich die Blutgruppendiät,und da ich Blut Gruppe 0 bin esse ich wieder Fleisch und vermeide den Weizen es geht mir damit besser aber noch nicht optimal.
    In der diabetischen Ernährungsberatung hieß es wenig Zucker und Kohlehydrate und wenig Obst. Ich neige eher zur Träumerei als zur
    Reizüberflutung,im Moment fühle ich mich aber auch wieder wegen meines Jobs sehr gestresst und tendiere zu starkem Rückzug.
    Vielleicht kannst Du mir ja Anregungen geben,wie ich ernährungsmäßig ganz in meine Mitte komme.
    Liebe Grüße
    Gazan

    Antworten
    • Lieber Gazan,

      danke Dir für Deinen Bericht! Viele Veganer und Vegetarier essen zu viel Kohlenhydrate und zu wenig Eiweiß. Gut möglich, dass es Dir deshalb damit so schlecht gegangen ist! Denn Hochsensible bilden im Gehirn mehr Neurotransmitter (Botenstoffe), und die bestehen aus Aminosäuren. Ein Mangel an der essentiellen Aminosäure Tryptophan beispielsweise führt zu einem Mangel an Serotonin, das aus Tryptophan gebildet wird. Serotonin ist unser Glückshormon! Und wenn man als Veganer nicht gezielt Proteine in Form Süßlupinenmehl, Reisprotein, Kürbisprotein zuführt, die Tryptophan enthalten, kann es einem sehr schnell recht schlecht gehen.

      Von Zucker würde ich auch aus Sicht der Hochsensibilität abraten, denn wir brauchen einen konstanten Blutzuckerspiegel. Zucker treibt diesen rapide in die Höhe, und die Bauchspeicheldrüse schüttet dann viel Insulin aus, um das zu regulieren, woraufhin der Blutzuckerspiegel wieder drastisch abfällt. Wenn also Kohlenhydrate, am besten möglichst Vollkornprodukte, die einen langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels bewirken.

      Da Du jetzt Diabetes hast und hochsensibel bist, ist es wichtig, das gut auszubalancieren. Also genügend Kohlenhydrate, dass Dein Nervensystem versorgt ist, aber nicht mehr, als Deine Bauchspeicheldrüse verträgt. D-Ribose ist bei Diabetes tabu. Und ganz wichtig: ausreichend Proteine! Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt 0,8g/kg Körpergewicht/Tag. Am besten, auf drei Mahlzeiten verteilt. Dann ist eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Aminosäuren gewährleistet und Dein Nervensystem kann optimal arbeiten.

      Ich hoffe, das hilft Dir erst einmal weiter…

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Liebe Yvonne,

      ich verstehe Deine Frage nicht. Welchen Zweck soll Basen-Pulver erfüllen? Meines Wissens hat das keinen Einfluss auf das Nervensystem.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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