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Kommentare

Smalltalk für Hochsensible – alles andere als oberflächlich — 16 Kommentare

  1. Hach, mir ist ein ganzer Kronleuchter aufgegangen. Ich kann zwar halbwegs Smalltalk, aber ich hatte den Sinn nie verstanden und es eher mit Unbehagen absolviert. Aber jetzt! Auf zur nächsten Gartenfeier! Vielen Dank für diesen und andere wirklich hilfreiche Artikel! Marie

  2. schöner artikel, allerdings würde ich gern die frage in den raum stellen ob es euch kein unbehagen bereitet, das wir tiefgründigen, sensiblen uns immer an den oberflächlichen kleingeist der masse anpassen müssen und zwar deshalb, weil sie in der überzahl sind und wir nicht einsam sein wollen? wir hochsensiblen denken in großen zusammenhängen, versuchen kausalitäten zu verstehen etc… ich empfinde dies für mich persönlich als gabe und sehe darin großes potential für menschliche weiterentwicklung. habt ihr nicht das gefühl das ihr im gespräch mit den “normalen” euer geistesniveau “downgraden” müsst, damit man auf eine kommunikationsebene kommt? mir bereitet es magenschmerzen, weil ich ganz platt gesagt, das gefühl hab ich muß erst dumm sein oder mich dumm stellen, damit ich nicht einsam sein muß….
    frank

    • Hallo Frank, habe den Artikel erst jetzt gelesen, hoffe, mein Komentar ist noch interessant. Ich verstehe was Du meinst, ehrlich gesagt, ergeht es mir da genauso. Nicht immer, aber doch oft. Die Erfahrung hat mich gelehrt, mich dumm zu stellen damit eine Art Akzeptanz mit Kollegen oder Bekannten zustande kommt. Das empfinde ich schon als belastend und frustrierend und als Verschwendung meiner Ressourcen. Es kommt mir dann so vor, als würde immer nur von meiner Seite Toleranz und Verständis erwartet, ich bekomme das nie von meinem Gegenüber. Und selbstverständlich ist das ein auf Dauer untragbarer Zustand, auf Fragen, die man mit Leichtigkeit und gern beantworten könnte, zu sagen:…weiss ich nicht, keine Ahnung. Und dann ist man plötzlich akzeptiert….Aber es gibt auch die wenigen anderen, mit denen es eine Freude ist, sich im Gespräch zu verlieren, seinen Verstand galoppieren zu lassen, nichts auf irgendwelche Goldwaagen legen zu müssen. Und es gibt auch die wenigen Normalsensitiven, die tatsächlich Akzeptanz zeigen und mit denen Freundschaft möglich ist.
      Der Artikel zum Smalltalk enthält sehr wesentliches, etwas, was man schon wusste und vll. sogar schon anwendete, was einem aber nie so bewusst war. Er ist sehr wertvoll, danke. Er bestätigt und gibt Kraft. Es ist gut, sich nicht so allein und so falsch zu fühlen.

    • Liebe Sandy,

      danke dir für deinen Bericht, dein nettes Feedback zum Artikel und deine Antwort auf Frank!

      Klar, dass andere von dir gern hätten, dass du Verständnis und Toleranz zeigst. Es ist etwas sehr angenehmes, das von einem hochsensiblen, empathischen Menschen zu bekommen. Ob du dazu nun bereit bist oder nicht, ist aber deine Entscheidung. Niemand ist auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. Mit Deiner Lebensenergie darfst du das tun, was du möchtest. :-)

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Liebe Anne-Barbara,
    danke, so habe ich es noch nicht gesehen da es sich anders anfühlt. Danke für Dein Verständnis…;o)
    Danke auch für Deine wunderbaren Artikel, sie sprechen soviel aus und bestätigen einen Alien, geben Kraft und Mut und zeigen, es gibt noch andere, es gibt Möglichkeiten, ich bin ok, ich höre die Flöhe tatsächlich husten und das ist fantastisch..;o), sie erklären und bestätigen, zeigen Wege….
    Danke, dass es Dich gibt und Du tust, was Du tust.
    LG Sandy

    • Liebe Sandy,

      wow, danke Dir für dieses superliebe Feedback! Mir ist ganz warm ums Herz… <3 :-D

      Ja, es gibt viele andere! Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie viele Parallelen es unter uns Hochsensiblen gibt. Dabei dachte ich früher auch, ein Alien zu sein… Wie schön, dass wir jetzt in Verbindung sind! :-D

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Liebe Anne-Barbara,
    vielen Dank für die “Reanimation” dieses zurückliegenden Artikels druch den Newsletter.

    Das Thema ist brisant und für HSP auf zeitlos. Wenngleich ich zumindest für mich keinen Erkenntniszugewinn finde.

    Smalltalk mag ich nicht, weder dabei zuzuhören müssen, noch selber welchen zu führen. Deine genannte Technik zum vorsichtigen Abklopfen von sympatischen Personen habe ich bereits vor meinem ComingOut unbewußt angewendet. Nun habe ich etwas Basiswissen dazu, das ist gut.

    Was aber, wenn man bereits erkennt, daß die Person(en) def. nicht zu den sympatischen Zeitgenossen gehört(gehören) bzw. das Abklopfen ganz offensichtlich zu keinem tiefenren Sinn führen kann – eben weil es schon ersichtlich ist, daß es über den Smalltalk nicht hinaus gehen wird?

    Genau das ist HSP – oder zumindest mir persönlich – schon vorab der Grund, das es nicht zum Smalltalk kommt und ich dann – selbstverständlich – von meiner Umgebung als merkwürdig, überheblich o.a. angesehen werde.
    Dies ist i.d.R. für mich keine Problematik, da ich damit letztlich das erreiche, was ich will: keinen Kontakt.
    Bspw. aber für enge Freunde und die Familie führt das zuweilen zu Nebeneffekten, denn es bleibt nicht aus, daß sich als so abgewiesen fühlende Personen dies dann auf mehr als eine Person (mich) übertragen.

    Demnach aus politischen Gründen in einen Smalltalk zu verfallen, könnte zwar Präventiv sein – geht dann aber wieder in den Bereich der Selbstmißachtung.

    Vielen Dank für diese Gelegenheit.
    Herzliche Grüße
    Henry

    • Lieber Henry,

      danke für Dein nettes Feedback und Deinen Bericht!

      So wie Du es beschreibst, hast Du gar kein Problem mit Smalltalk, denn wenn Du Dich für jemanden interessierst, kannst Du das ja anscheinend recht gut. Es klingt eigentlich eher nach einem Abgrenzungs-Thema, dass Dir Strategien fehlen, wie Du Dich gegen Menschen, mit denen Du nicht in Kontakt treten möchtest, auf eine Weise abgrenzt, ohne dass das negative Konsequenzen hat. Mehr dazu erfährst Du in diesem Blog-Artikel:

      In drei Schritten zu mehr Abgrenzung bei Hochsensibilität

      Für Dich ist besonders der dritte Schritt wichtig.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  5. Hallo Henry,
    es ist Ihr gutes Recht und Ihnen selbst gegenüber auch Ihre Pflicht (Selbstfürsorge), authentisch zu sein und Situationen/Menschen zu meiden, die Ihnen nicht guttun oder Ihnen nichts bedeuten. Sich anderen Menschen zum Gefallen zu verbiegen bzw. Dinge zu tun, die man eigentlich nicht tun möchte, ist nie eine gute Lösung. Das würde zu Ihren Lasten gehen, und Sie sind ausschließlich für Ihr eigenes Wohl verantwortlich.

    Wenn Sie also keinen Kontakt/Smalltalk möchten mit bestimmten Menschen – völlig egal ob Familie, Freunde oder Fremde – dann sollten Sie weiterhin den Mut und die Stärke aufbringen und zu sich selbst und Ihren andersartigen Bedürfnissen stehen. Und dabei ist es nicht Ihre Aufgabe und Verantwortung, sich darüber Gedanken oder Sorgen zu machen, wie/ob die anderen damit umgehen können oder gfs darunter leiden. Lassen Sie sich bitte nichts einreden!

    Ich neige auch zu diesem Muster von Mitgefühl für andere und kann es gut nachempfinden, wenn man einen geschätzten oder lieben Menschen zurückweisen muß und ihm nichts Unangenehmes “antun” möchte. Das kostete mich kürzlich bei einer Freundin auch große Überwindung. Aber wer mich wirklich mag/respektiert, der nimmt mich so an, wie ich bin und möchte auch, daß ich mich wohlfühle im Miteinander. Und wenn er das nicht kann oder will, dann darf er gern auf Distanz gehen oder ich tue es, wenn meine Grenzen/Bedürfnisse mißachtet werden bzw. ich mich mit einem Menschen nicht wohlfühle. Dann harmoniert es einfach nicht.

    Aber ich mache mir dann immer wieder bewußt, daß ich nicht in böser Absicht handle, niemanden ärgern und verletzen will und es auch 100%ig so in mir fühle, daß dies die Wahrheit ist. Ich bin einfach nur ehrlich und achte auf mein eigenes Befinden – was ich mühsam lernen mußte. Und solche Grenzen zu ziehen dient dem eigenen Schutz und Wohlbefinden. Das ist kein Egoismus (wie andere gern versuchen es zu verdrehen), sondern Fürsorge für mich selbst. Und wenn andere dafür kein Verständnis haben, okay, dann ist es eben so. Das kann/sollte man auch nicht erwarten, und das müssen Sie dann aushalten und wäre Ihr Lernprozeß, um darin zunehmend sicherer und gelassener zu werden.

    Wenn andere Menschen sich durch Ihre Ehrlichkeit und Klarheit abgewiesen fühlen und diese Zurückweisung auch noch auf andere Leute projizieren, ist das ganz allein deren psychologisches Problem. Das ist überhaupt nicht Ihre Baustelle!

    Sie würden doch vermutlich auch nicht einen anderen Menschen dafür verantwortlich machen, wenn sein Verhalten bei Ihnen irgendwelche unangenehmen Gefühle auslöst, sondern dann würden Sie in sich selbst nach der wahren Ursache forschen mit der Frage “warum tut es mir jetzt weh bzw. macht mir zu schaffen, daß Person XY sich so verhalten hat?”
    In der Regel ist eine eigene ungeheilte, alte Wunde (Kindheit) der Grund dafür, wenn man durch Verhaltensweisen anderer leidet. Insbes. zurückgewiesene Zuneigung ist ja geradezu ein Klassiker in der Psychotherapie und betrifft sehr viele erwachsene Menschen.

    Es klingt so, als wenn es Ihnen schwerfällt, ganz bei sich selbst zu bleiben und es nicht an sich heranzulassen, wenn andere Leute wegen Ihnen leiden oder versuchen, Ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen und nicht fähig sind, Sie in Ihrem Sein so anzunehmen, wie Sie sind.

    So, nun aber genug geschrieben ;-) Ich hoffe, daß Sie es lesen werden und etwas damit anfangen können…
    Alles Gute!
    Ramona

  6. Liebe Anne-Barbara,

    was für eine Fundgrube – sowohl der Artikel als auch die Kommentare. Wow.
    Mit Smalltalk habe ich auch ziemliche Probleme, aber es ist im Lauf der Jahre besser geworden. Ich kann ebenfalls ganz gut “vorsortieren” im Sinne von mich abgrenzen.

    Ich bin wegen meiner kürzlichen Trennung (hochsensibel vs. normalsensibel) stark gebeutelt, aber ich freue mich schon darauf, deinen Onlinekurs zu machen, sobald ich (wieder) dazu in der Lage bin.

    Herzliche Grüße
    Patricia

    • Liebe Patricia,

      danke Dir für Dein nettes Feedback, das mich sehr freut! Ich finde es super, dass Du Dich informierst und auch bald den Online-Kurs machen wirst, denn dann hast Du eine prima Ausgangslage, um beziehungstechnisch einen Neustart hinzulegen, was Deine Hochsensibilität betrifft. Beim nächsten Mann wird alles besser! :-D

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  7. Liebe Anne-Barbara, vielen herzlichen Dank. Durch deine Artikel beginne ich endlich, mich selbst zu verstehen. Irgendwie habe ich mich quasi mein ganzes Leben lang immer als Außenseiter gefühlt. Nicht nur, dass ich mich so gefühlt habe, andere Menschen haben mir immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich auf die eine oder andere Art nicht dazu gehöre.
    Ich bin extrem empfänglich für was auch immer von anderen rüberkommt, kann mich darum eigentlich auf jeden einstellen. Und sofern die andere Person nicht völlig “dicht macht” bin ich in der Lage mich auf jeden einzustellen, ein Gesprächsthema zu finden. Das kommt mir zugute wenn ich Workshops oder Vorträge gebe, denn irgendwie weiß ich immer, was gerade gebraucht wird.
    Privat sieht es aber so aus, dass ich mehr oder weniger allein bin. Freunde sind rar, da sind einige wenige “gute Bekannte”, aber es ist selten oder sogar fast nie so, dass man viel Zeit miteinander verbringt, oder dass der Austausch von deren Seite aus in eine Richtung geht, in der ich mich wohlfühle.
    Ich war vor mehr als zwanzig Jahren so froh eine Gemeinschaft von Menschen gefunden zu haben, deren Glaube/Weltanschauung mir entspricht, mit denen ich gemeinsam auf mein persönliches Ziel zugehen kann. Das ist ja sch einmal etwas. Aber schon bald musste ich feststellen dass sich in Bezug auf Beziehungen für mich kaum etwas geändert hat.
    Das mag einer der Gründe sein, warum ich (nicht erst seit) heute, mit 68 Jahren, am liebsten allein bin. Mich aber gleichzeitig wieder minderwertig fühle, weil ich hier eine der wenigen Menschen bin, die so isoliert sind. Dabei bin ich eigentlich recht zufrieden damit, mein Leben weitestgehend unabhängig von anderen gestalten zu können, aber es fehlt halt etwas, das wird mir immer deutlicher bewusst.
    Irgendwie schizophren,oder wie könnte man das sonst bezeichnen?
    Gerade ist wieder eine Freundschaft dabei, sich zu entwickeln, was daraus wird das steht allerdings “in den Sternen”, denn diese gute Bekannte wird wohl im Sommer in ihr Land zurückkehren, weil sie dort eine Art Rente beantragen muss. Und ob sie jemals zurück kommt???
    Das muss wohl mein Karma sein, so etwas erlebe ich nicht zum ersten Mal.
    Anders zu sein als die überwiegende Mehrheit ist nicht besser oder schlechter. Vielleicht sollte ich mal daran arbeiten, all die selbstkritischen Überzeugungen loszulassen, zu denen mich meine Situation jahrzehntelang gebracht hat?
    Fragen über Fragen, das dreht sich immer im Kreis. Ich habe sogar schon an eine Therapie gedacht, um diese ständig immer wieder hochkommende Selbstkritik hinter mir lassen zu können. Aber dann befürchte ich wieder an den falschen Therapeuten zu geraten, der entweder irgendwelche schrägen modernen konzepte zu übermitteln versucht, oder den Versuch unternimmt meine gesamte Weltanschauung auf den Kopf zu stellen.
    Ich glaube fast, das war jetzt so etwas wie therapeutisches Schreiben, einige Dinge sind mir dabei etwas klarer geworden. Ich freue mich aber trotzdem über jeden hilfreichen Tip, um aus meiner Selbstisolation wieder herauszukommen.
    Herzlichen dank schon mal🤗🤗🤗

    • Liebe Renate,

      vielen Dank für dein nettes Feedback und deinen Bericht! Freut mich, dass dieser Artikel dazu beigetragen hat, dass du dich ein wenig besser verstehst. Es ist vollkommen o.k., wenn du lieber allein bist! Die meisten Hochsensiblen tendieren dazu, nur wenige Freunde zu haben und viel Zeit für sich allein zu brauchen. Bei mir ist das auch so! Ich habe immer nur “Minimalnetzwerke”, wie ich es nenne, aber erstaunlicherweise bekomme ich darüber stets alles, was ich brauche. Wenn du das Gefühl hast, ein wenig Austausch unter Gleichgesinnten brauchen zu können, kann ich dir meine sehr nette Facebook-Gruppe empfehlen:

      https://www.facebook.com/groups/gemeinsamhochsensibel

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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Anne-Barbara Kern