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Hochsensibilität und Kindesmissbrauch — 14 Kommentare

  1. Guten Morgen,
    Der Artikel spricht mir aus der Seele.Habe Tränen in den Augen.
    Ja die Abgrenzung,die Schutz bedeuten würde fehlt mir sehr schwer.
    Werde diesem Thema besondere Aufmerksamkeit schenken in der Hoffnung
    weniger zu Leiden und Frieden in dem Gefühlskarusell zu Erlangen.

    Herzlichen Dank,alles Liebe, Thomas

    • Lieber Thomas,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback und Deinen Bericht! Ich finde es super, dass Du Dich um das Thema Abgrenzung kümmerst. Das wird Dich sicher sehr weiterbringen! Übrigens ist das ein Thema, das allen Hochsensiblen nicht gerade in die Wiege gelegt ist, und wenn man in der Kindheit noch solche Dinge erlebt hat, ist es noch wichtiger, sich das zu erarbeiten.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. Hatte gerade gestern dieses Thema in der Therapiesitzung. Es schmerzt sehr, wenn einem das erst mal so richtig bewusst wird, wie die so verlaufene Kindheit das ganze spätere Leben beeinflusst hat, bis man merkt, es geht so nicht mehr weiter. Der Artikel ist nochmal eine sehr gute Bestätigung, dass ich jetzt auf dem richtigen Weg bin. Vielen Dank für diesen Beitrag!

    • Liebe Amanda,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback und Deinen Bericht! Auch wenn es erst einmal schmerzt, wie Du es beschreibst, hast Du doch dann endlich die Möglichkeit, diese Dinge in die Hand zu nehmen und Deine innere Freiheit zu gewinnen. Von daher kann ich Dich nur ermutigen, auf diesem Weg weiter zu gehen…

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Liebe Anne- Barbara,

    danke für diesen Artikel. Auch ich drücke meine Tränchen etwas weg gerade.
    Du hast das alles so schön auf den Punkt gebracht, auf den schmerzhaften Punkt bzw.auf die Folgen solch einer Kindheit. Ich übe mich jetzt seit Jahren in Selbst – bzw. Nachbeelterung. Bin berufsunfähig. Aber es funktioniert langsam immer besser mich in den Mittelpunkt zu stellen. Yoga, Meditation, Natur, liebevolle Gedanken und Taten für mich selber helfen mir sehr. Danke für deine so einfühlsame Darstellung.
    Herzlichst
    Carola

    • Liebe Carola,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback und Deinen Bericht, der mich gerade sehr berührt! Super, dass Du auf einem so guten Weg bist. Ich drücke dir die Daumen, dass Deine Lage sich immer weiter verbessert!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Liebe Anne-Barbara,
    “Doch die Spätfolgen sind dramatisch, wenn man diese Muster nicht rechtzeitig erkennt und bearbeitet.” Und genau da befinde ich mich heute mit 58 Jahren, Erwerbsminderungsrente seit 8 Jahren,35 Jahre Erzieherberuf, immer noch auf der Suche nach mir Selbst, Hunderte Bücher geschmöckert, auf spirituellen Pfaden suchend und und und. Deine Seiten, liebe Anne-Barbara sind Lichtblicke, AHA Effekte lassen mich Ursachen und Wirkung erkennen. Nun bleibt die große Aufgabe mir zu erlauben, mich Selbst leben zu dürfen in Freude,Liebe und Lachen. Schön, dass du deine Blogs mit deinem reichen Wissensschatz mit uns teilst. Viel Erfolg!

    • Liebe Ulrike,

      vielen Dank für Deinen netten Kommentar und Deine bewegende Geschichte! Ich wünsche Dir ab sofort ganz viel Freude, Liebe, Lachen und das glückliche Leben, dass Du Dir verdient hast. :-D

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  5. Liebe Anne-Barbara,
    vielen Dank für Deinen wertvollen Artikel; besser hätte ich das als Betroffener nicht beschreiben können!
    Zwar wurde ich auf den erfahrenen Missbrauch, so wie Du ihn beschreibst, bereits vor über 15 Jahren hingewiesen – ich war damals ziemlich geschockt, hatte ich doch bis dahin noch ein vollst. anderes Familienbild! Erst nachdem mir erlaubt wurde, meine Eltern (insb. Mutter) so zu sehen (das war vorher vor lauter Verantwortungsgefühl, Solidarität und Scham gar nicht möglich) war ich zunächst betroffen und dann erleichtert, dass eins meiner wohl schwerwiegendsten Probleme endlich erkannt und benannt wurde.
    Trotz mancher darauf folgender Therapien (in denen das “Thema” leider nicht mehr so deutlich vorkam!) begleiten mich seine Folgen bis heute (55), wenn auch inzwischen nicht mehr so stark; denn zum Glück gibt es liebe Menschen wie Dich, die mir bereits sehr viel weiter geholfen haben! Vielen lieben Dank an dieser Stelle!
    Dass ich es noch nicht vollständig überwunden habe, bekomme ich immer mal wieder sehr eindrücklich vor Augen geführt, z.B. dann, wenn ich Kinder betrachten darf, die wie Kinder aufwachsen dürfen! Dann weine ich vor Freude und Schmerz gleichermaßen…da reichen auch schon mal die Voice-Kids… ;-)

    • Lieber Robert,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback und Deinen Bericht! Ehrlich gesagt bist Du einer der Menschen, an die ich gedacht hatte, als ich diesen Artikel geschrieben habe. Denn Deine Geschichte ist geradezu ein Musterbeispiel dafür, wie es vielen hochsensiblen Kindern ergeht. Aus Deinen Worten wird deutlich, dass es gar nicht leicht ist, ein solches Muster überhaupt zu erkennen, weil einem Dinge wie Verantwortungsgefühl und Solidarität entgegen stehen. Und um sich dann davon zu befreien, ist es wichtig, konsequent dran zu bleiben, wie Du es ja auch erfolgreich tust. Ich wünsche Dir, dass es Dir immer besser geht! Irgendjemand Kluges hat einmal gesagt, dass es nie zu späte für eine glückliche Kindheit ist… ;-)

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  6. Liebe Anne-Barbara,

    ich lese seit einiger Zeit auf deiner Seite und habe viele Aha-Erlebnisse gehabt. Ich habe so einiges über mich erfahren und heraus gefunden, das ist von keinem ‘Experten’ bestätigt, aber wie du an vielen Stellen schreibst, mittlerweile kenne ich mich wieder ganz gut und weiß einfach, was auf mich passt.
    Das Thema dieses Artikels wollte ich zuerst auslassen, da ich dachte, es gehe nur um sexuelle Übergriffe. Irgendetwas daran (Intuition vielleicht?) ließ mich aber nicht los und so begann ich, zu lesen.
    Jetzt weiß ich, dass es viele Grenzüberschreitungen gab, in vielen Bereichen, weil ich meine Grenzen einfach nicht kannte und gesehen habe. Mich nicht wahrgenommen habe. Das tut weh. Und noch mehr tut weh, dass meine Mutter daran ‘Schuld’ ist, dass ich das alles nicht erkannt habe, wenn sie mich auch unbewusst in die Richtung ‘erzogen’ haben muss (ich weiß, dass ich sie nicht alleine dafür verantwortlich machen kann, dass ich so geworden bzw. geblieben bin, und das will ich auch nicht, aber der Grundstock muss von ihr ungewollt gelegt worden sein).
    Ich liebe meine Mutter. Ich habe sie mal vergöttert, aber ich war auch ein Kind. Mittlerweile hat das Bild Risse. Was mir leid tut, denn meine Mutter hat es auch nicht leicht gehabt. Aber wenn ich daran arbeite und irgendwann mit ihr darüber reden kann, werde ich diese Risse mit neuen, helleren Farben füllen können. Ich bin da guter Hoffnung, jetzt, seit eben gerade. Vorher hatte ich die Hoffnung schon verloren, dass sich noch einmal irgendetwas zum Positiven in meinem Leben wenden könnte. Aber wo ich jetzt den Auslöser kenne – und wie sich alles weitere daraus entwickelt hat – kann ich es angehen. Kann ich heilen. Und mich behaupten. Ich sein. Denn wie du schreibst – ich war bisher nicht wirklich ‘lebensfähig’, ich habe nur existiert und funktioniert. Ich war immer darauf ausgerichtet, für andere da zu sein, dass ich mich selbst dabei völlig vergessen habe.
    Aber meine Eltern wollten mich – nun muss die Welt auch mit mir zurecht kommen! Und auch mit meinen ‘negativen’ Seiten, die ich bisher verdrängt habe.
    Es gab gerade einen Zug in meiner Brust, als ich über mein aktuelles Leben nachdachte und mich hier, zu Hause, als Vergessene und nicht Anwesende fühle. Als Übergangene, Übersehene. Als mir bewusst wurde, dass ich meinen Lebtag nicht nur von den meisten anderen so behandelt wurde – und es zugelassen habe -, sondern mit daran gearbeitet habe, dass die Leute mich so sehen konnten – weil ich mich ja selbst nicht sah, es nie ‘durfte’. Es tat fürchterlich weh. Und ich weine immer noch. Aber nun sind die Gefühle, die ich über 33 Jahre an dieser Stelle eingekerkert hatte, wieder frei. Oder zumindest wieder zugänglich.
    Ich habe mich immer gefragt, wieso ich keinen Zugang mehr zu den ganzen Gefühlen hatte, denn ich hatte sie früher mal gespürt, sie waren mal da gewesen. Nun, vermutlich, weil ich spürte, als sehr junges Kind, dass von mir erwartet wurde, unbewusst, keinen Ärger zu machen, weil unsere Familiensituation wohl schon als anstrengend genug empfunden wurde. Also schaufelte ich nach und nach alles weg, womit ich irgendwo anecken konnte. Und wurde immer kränker und kränker dabei, immer lust- und teilnahmsloser. Und habe doch immer gespürt, dass es das irgendwo nicht sein kann, war immer auf der Suche – und kann nun mit dem Gefundenen neu starten. Herzlichen Dank dafür!

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Liebe Sandra,

      vielen Dank für Dein nettes Feedback und Deinen sehr ergreifenden Bericht! Tut mir leid, dass das alles mit Deiner Mutter nicht leicht war. Ich finde es super, dass Du jetzt erkannt hast, wo es hakt, und weißt, in welche Richtung Du Dich weiterentwickeln kannst! Natürlich tut eine solche tiefgreifende Erkenntnis auch weh – aber Du bist jetzt erwachsen und wirst diesen Schmerz überwinden. Ich wünsche Dir alles Gute bei Deinem Neustart, und wenn Du noch Fragen hast, immer gern!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  7. Liebe Anne-Barbara,

    Vielen Dank für diesen sehr guten Artikel in dem ich mich stark wiedererkenne! Allerdings hat mich bislang gerade der Aspekt, dass ich immer (über?)angepasst war, an einer Hochsensibilität zweifeln lassen, da ich gelesen habe, hochsensible Kinder seien eher “schwierig” (was mich allerdings beim ersten lesen verwundert hatte, da ich mich zunächst gefreut hatte, endlich ein Wort dafür gefunden zu haben). Oder wirkt sich das vielleicht bei belasteter Kindheit anders aus?

    • Liebe Mia,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein nettes Feedback! Dass hochsensible Kinder eher schwierig sind, halte ich für ein Vorurteil. Klar gibt es welche, die es aufgrund ihrer Hochsensibilität in Kindergarten und Schule nicht leicht haben. Aber es gibt auch viele hochsensible Kinder mit einer extrem hohen sozialen Kompetenz, die viel Verantwortung auf sich nehmen. Und genau die werden eben leicht in der von mir in diesem Artikel beschriebenen Weise ausgenutzt…

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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