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Hochsensibilität und Verschwörungstheorien — 6 Kommentare

  1. In diesem Jahr feiert der Begriff “Verschwörungstheorie” ja “goldenes” Jubliäum :-)

    Mich beschäftigt die Frage, wie ich sinnvoll reagieren kann (außer mich der Situation zu entziehen) wenn auf meine individuelle Sicht auf etwas anstelle einer Antwort mit Nach-Fragen oder Gegen-Argumenten schlicht der Stempel “Verschwörungstheorie” aufgedrückt wird. Aus meiner Sicht ist das eine Verurteilung, durch die sich der Andersdenkende über mich stellt. Wer kennt denn schon die komplette Wahrheit auf allen Ebenen? Wohl keiner.

    Irren kann sich jeder Mensch, immer. Doch anstelle gemeinsam einen Blick auf das Gesehene, auf die Rätsel und Phänomene unserer Welt zu werfen – aus verschiedenen, sich ergänzenden Blickwinkeln – und gemeinsam vielleicht eine Synthese zu finden, oder gegensätzliche Sichtweisen anzuerkennen, wird heutzutage dieses Wort als “Totschlagargument” oder “Killerphrase” verwendet.

    Das ist dann die Kehrseite der Medaille, die seit 1967 (die Idee hatte damals die CIA anlässlich der angezweifelten öffentlichen Darstellung des Kennedy-Mordes)gern genutzt wird, um unbequeme Andersdenkende mundtot zu machen.

    https://www.heise.de/tp/news/50-Jahre-Verschwoerungstheoretiker-3674427.html

    • Liebe Anke,

      vielen Dank für das Teilen Deiner Gedanken! Wichtig für Dich ist, das Du für Dich klärst, ob die Dinge, die Du vermutest, Verschwörungstheorien oder Verschwörungshypothesen sind. Wenn Du in der Haltung einer Hypothese an die Sache herangehst, ist das vollkommen o.k.

      Sollten diese Dinge, die Du vermutest, allerdings eine Funktion in Deiner Psyche einnehmen, die über die reine Sachebene hinaus geht, ist es sehr wichtig für Dich, das zu bearbeiten. Denn dann bist Du selbst nicht mehr offen für genau die offene Diskussion, die Du Dir von anderen wünschst.

      Und wenn Du wegen einer Verschwörungshypothese abgelehnt wirst, und das Wort “Verschwörungstheorie” als Killerphrase gegen Dich verwendet wird, weißt Du ja als Teilnehmerin dieses Webinars, wie Du damit umgehst:

      Killerphrasen erkennen und abwehren

      :-)

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Ja, liebe Anne-Barbara,

      darüber bin ich auch sehr froh, dass ich das Webinar mitgemacht habe – es hat so vieles in mir klar werden lassen!

      Seither erkenne ich Killerphrasen leichter und kann sie, ohne mich besonders aufzuregen, abwehren. Und was an Schmerz möglicherweise übrig bleibt, das arbeite ich dann im stillen Kämmerlein nach.

      Und das ist nochmal ein schöner Indikator, ob ich mich verstrickt habe in eine Sache (dann bin ich nämlich *nicht* mehr offen für eine Diskussion) oder eben nicht.
      Im letzteren Fall kommen idealerweise beide Parteien ohne Schlagworte mit “V” (V-Theoretiker oder V-Leugner) aus und am Ende sind alle schlauer :-)

    • …freut mich, dass das Webinar Dich so gut weitergebracht hat, denn genau das habe ich mir gewünscht!

      Genau darauf kommt es mir an: Die Offenheit behalten… :-)

  2. Sooo spannend! Ich mochte schon als Teeanger Verschwörungstheorien, merkte aber halbbewusst, dass da was nicht stimmen kann: Immer waren die Juden schuld. Ich hörte auf, entsprechende Bücher zu lesen, ganz losgelassen hat es mich aber nicht. Der Grund dafür ist bei mir ganz klar die Hochsensibilität und mein (damit verbundener?) Wissensdurst. Davon abgesehen bin ich offensichtlich spirituell interessiert, was oft eine Gratwanderung ist, weil die Esoterik nie weit entfernt ist. Ich freue mich, dass in den letzten 10 Jahren mehr Informationen zu diesen Themen verfügbar sind.

    Glücklicherweise merke ich selber, wann meine Vermutungen zu abenteuerlich werden. Schlaf hilft. Im Winter tritt das Problem eher auf, mit Vitamin D halte ich es aber in Schach.

    • Liebe Anna,

      danke für Dein nettes Feedback! Ich finde es super, wie bewusst Du jetzt mit diesem Thema umgehst und weißt, wie Du zu einem klaren Kopf kommst. Weiter so! :-)

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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