Hochsensibel? So erfüllen sich deine Wünsche für 2023

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit der guten Vorsätze mit einer ganz speziellen Energie. In diesen Tagen blicken wir darauf zurück, was wir im alten Jahr erreicht haben, und schauen nach vorne, um uns Ziele für das kommende Jahr zu setzen. Viele hochsensible Menschen wünschen sich eine bessere Abgrenzung, weniger Stress und mehr zu sich und den eigenen Bedürfnissen zu stehen. Das sind gute Vorhaben! Ist es dir auch schon oft so gegangen, dass diese Neujahrs-Energie dann trotzdem ganz schnell verpufft ist und sich deine guten Vorsätze wie von Zauberhand wieder in Luft aufgelöst haben? Das ist schade! Denn oft liegt das nur daran, dass wir unsere guten Vorsätze falsch formulieren, sodass sie uns eher unter Druck setzen und herunterziehen. In diesem Blog-Artikel zeige ich dir, wie du anhand von 8 Power-Fragen deine guten Vorsätze und Ziele so umformulierst, dass du sie auch wirklich erreichst. Denn wenn du dir diese 8 Power-Fragen stellst, bekommst du Antworten, die rocken – d.h. Formulierungen, die dich wirklich motivieren und tragen! Also legen wir gemeinsam los und schauen uns als erstes den größten Fehler an, der bei guten Vorsätzen oft gemacht wird und den viele nicht kennen.

Vermeide diesen fatalen Fehler bei der Formulierung deiner Wünsche und Vorsätze

Der größte Fehler, der bei der Formulierung von guten Vorsätzen häufig gemacht wird ist, dass man darin das zur Sprache bringt, was man nicht mehr haben will. Denn dies ist uns meist sehr bewusst: Der Griff in die Chipstüte, sich von anderen überfahren lassen, zu harte Selbstkritik, zu viel Stress etc. Wir denken dann:

  • Ich will in 2023 keine Chips essen.
    Das Unterbewusstsein versteht: Ich will in 2023 Chips essen.
  • Ich will mich in 2023 nicht mehr von anderen überfahren lassen.
    Das Unterbewusstsein versteht: Ich will mich in 2023 mehr von anderen überfahren lassen.
  • In 2023 will ich mich nicht mehr selbst kritisieren.
    Das Unterbewusstsein versteht: Ich will mich in 2023 mehr selbst kritisieren.
  • Ich will in 2023 weniger Stress haben.
    Das Unterbewusstsein versteht: Ich will in 2023 Stress haben.

Unsere Vernunft und Selbstdisziplin sitzen im Bewusstsein, das ca. 20 % unserer Gehirnaktivität ausmacht, während das Unterbewusstsein ca. 80 % davon betrifft. Das heißt im Endeffekt, dass ein Satz wie “Ich will in 2023 keine Chips essen” nur von 20 % unseres Gehirns so verstanden werden wie wir ihn auch gemeint haben, während die restlichen 80 % das genaue Gegenteil verstehen. So arbeiten beide Anteile gegeneinander, und die Vernunft mit ihrem 20prozentigen Anteil ist dabei viermal schwächer. Wer diesen Kampf gewinnt, ist von vornherein klar! Dies lässt sich mit der vielleicht wichtigsten Power-Frage ganz leicht ändern:

Die grundlegende Power-Frage Nummer eins: Was will ich stattdessen?

Es ist vollkommen normal, dass uns zuerst das einfällt, was wir nicht mehr wollen. Durch die Powerfrage “Was will ich stattdessen?” kannst du dies in eine positive Aussage transformieren, die dein ganzes Bewusstsein, dein ganzes Gehirn gleichermaßen versteht:

  • Ich will in 2023 keine Chips essen. Was will ich statt Chips essen tun?
    In 2023 werde ich Karotten knabbern, mich gesund ernähren, etc.
  • Ich will mich in 2023 nicht mehr von anderen überfahren lassen. Was will ich statt mich überfahren zu lassen?
    In 2023 möchte ich auf mich hören, mich gut abgrenzen etc.
  • In 2023 will ich mich nicht mehr selbst kritisieren. Was will ich statt mich zu kritisieren?
    In 2023 will ich gut über mich denken und mich so akzeptieren wie ich bin.
  • Ich will in 2023 weniger Stress haben. Was will ich statt Stress zu haben?
    In 2023 werde ich meine Entspannungspausen einhalten, mir mehr Freizeit gönnen, etc.

Und schon hat man Vorsätze formuliert, die eine eindeutige Botschaft an das Gehirn darstellen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man das auch umsetzen kann, erheblich! Und um die Wirkung dieser Formulierung zu verstärken, nimm dir doch einfach dein wichtigstes Ziel für 2023 vor und gehe anhand dessen noch die folgenden 7 Power-Fragen durch:

7 weitere Power-Fragen, mit deren Hilfe du deinen Träumen näher kommst

  1. Wenn du durch die Frage “Was will ich stattdessen?” eine positive Formulierung gefunden hast (z.B. In 2023 werde ich mich gesund ernähren) kannst du dich als nächstes fragen:
    Wie kann ich das erreichen?
    Hilft dir dabei, konkrete Maßnahmen für die Umsetzung zu finden, was die Wahrscheinlichkeit, es zu tun, weiter erhöht
  2. Was möchte ich wirklich?
    Befreit dich von den Erwartungen anderer und fremdgesteuerten Zielen
  3. Was möchte ich noch?
    Bringt noch mehr Wünsche und Ziele ans Licht, so dass du mehr in die Tiefe gehst und besser zu dir selbst kommst
  4. Woran habe ich noch nicht gedacht?
    Sehr gut, um aus gewohnten Denkmustern auszusteigen und neue Ideen zu entwickeln!
  5. Wie wäre es, wenn (ein bestimmtes Ziel schon eingetreten wäre)?
    Bringt dir schöne Bilder und Gefühle in den Kopf und dein Gehirn richtet sich stärker auf die Zielerreichung aus
  6. Wie würde es sich anfühlen, wenn (etwas, das du dir wünschst, schon eingetreten wäre)?
    Gleicher Effekt wie die vorige Frage, nur auf der emotionalen Ebene
  7. Nehmen wir einmal an, ich könnte es. Wie würde ich es machen?
    Löst den limitierenden Glaubenssatz Nr. 1 “Ich kann nicht” auf

Fragen, die du dir auf keinen Fall stellen solltest

Absolut tabu sind Grübelfragen, die meist mit “Warum” anfangen: Warum musste das ausgerechnet mir passieren? Warum behandeln mich diese Menschen so schlecht? etc. Diese Fragen ziehen dich nur herunter. Meist lassen sie sich gar nicht beantworten und selbst wenn, würde dir eine Antwort gar nichts nutzen. Wie du aus der Grübelfalle aussteigst, erfährst du in meinem Artikel Hochsensibel? In fünf Schritten aus der Grübel-Falle!

Ich wünsche dir ein gutes Neues Jahr 2023, in dem sich deine Wünsche erfüllen und du deine guten Vorsätze in die Tat umsetzt!

zurück zu hochsensibel sein

4 Gedanken zu „Hochsensibel? So erfüllen sich deine Wünsche für 2023“

  1. Liebe Anne-Barbara,
    es ist an der Zeit, mich einmal bei Dir ganz herzlich zu bedanken.
    Seit vielen Monaten verfolge ich Deine Beiträge und lese mit großem Interesse sehr viel Hilfreiches.

    Ich danke Dir, dass Du so viel Material kostenlos zur Verfügung stellst.
    An mir hast Du noch kein Geld verdient, umso größer ist für mich der Wert Deiner tollen Seite.

    Ich hoffe sehr, ich darf noch lange an Deinen Erfahrungen und Deinem Wissen teilhaben und wünsche Dir von Herzen ein gesundes und spannendes neues Jahr.

    liebe Grüße aus dem Norden
    anke

    Antworten
    • Liebe Anke,

      vielen Dank für Dein liebes Feedback, das mich sehr freut und motiviert! Danke auch für Deine guten Wünsche, all das wünsche ich Dir auch.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. hallo liebe Anne-Barbara,

    ein wundervolles Jahr 2023 für Dich, für uns Alle.

    Mir gefällt die Leichtigkeit am Besten, das nehme ich als Anregung für dieses Jahr; mein Hirn rattert immer und immer und ich bedenke stets. Dazu hilft gewiss, mehr schöpferisch tätig zu sein.

    Ist wohl das Buch von Byron Brown hilfreich für mich? Ich reduziere lesen etwas, s.o.

    Antworten
    • Liebe Claudia,

      sorry wegen der späten Antwort! Ich wurde vom System nicht benachrichtigt, dass es einen neuen Kommentar gibt, was normalerweise der Fall ist. Danke dir für deine guten Wünsche! Das Buch von Byron Brown kenne ich nicht, von daher kann ich dir dazu nichts sagen.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

Schreibe einen Kommentar

hochsensibel sein