StartseitePsychologischesHochsensibel? In 5 Schritten aus der Grübel-Falle!

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Hochsensibel? In 5 Schritten aus der Grübel-Falle! — 6 Kommentare

  1. Die “Wie”-Fragen sind nicht per se konstruktiv, sondern können genauso gut in die Grübel-Falle führen, wenn man sich gerade an einem Problem oder einer schwierigen Lebenssituation fast “die Zähne ausbeißt”, weil man immer wieder verschiedenste Lösungsstrategien durchspielt/anwendet, die aber fehlschlagen. Mit jedem erneuten Fehlschlag wächst dann die Mutlosigkeit und die noch verzweifeltere Anstrengung, auf welche Weise/wie ich dem Problem beikommen kann.
    Ein aktuelles Beispiel aus eigener Erfahrung: Eigenbedarfskündigung durch den Vermieter wegen dessen dringlicher familiärer Problematik; meine eigene erschöpfende Wohnungssuche (mit Haustier) mit stark angeschlagenen gesundheitlichen (körperlich und psychisch) Reserven im niedrigschwelligen Krankengeldbezug. Da hat der ganze Tag “Wie”- oder “Was” Fragen:
    Wie finde ich jetzt noch schnell eine Wohnung vor Räumungsklage und dem vom Anwalt angedrohten Bußgeldbescheid (den Mieterbund hatte ich schon eingeschaltet und mir nochmal einen Monat Aufschub erwirkt)
    Wie überzeuge ich einen neuen Vermieter, der Personen mit unbefristeter Festanstellung und Nachweis der letzten 3 Monatseinkommen haben will oder die Katze verbietet, die sogar überwiegend draußen lebt.
    Wie kann ich noch auf meine seit über einem halben Jahr andauernde Wohnungssuche aufmerksam machen, wenn ich schon täglich auf allen Immobilienportalen, der Zeitung, Ebay-Kleinanzeigen, Lokalblättchen, Aushängen in Supermärkten suche und selber Anzeigen schalte, Maklerbüros anrufe und sämtliche Bekannte informiert habe?
    Wie halte ich den immensen Druck (ich wohne ja beim Vermieter im Haus!) und die nervliche Anspannung mitsamt den körperlichen Folgen weiter aus?
    Wie soll ich reagieren, wenn jetzt die “Deadline” abläuft und ich quasi wohnungslos bin? Ferienpension mit 800 Euro pro Monat für´s Appartement und 300 Euro Unterbringungskosten auf Pflegestelle für die Freigängerkatze? (das Krankengeld liegt bei 1150 Euro, dann bleibt nix mehr zum Leben…) Bruder im Hochhaus in Berliner Innenstadt kann mich auch nicht unterbringen.
    Also: auch die anderen W-Fragen außerhalb “Warum” sind nicht automatisch konstruktiv.

    • Liebe Jutta,

      erst einmal möchte ich Dir mein Mitgefühl für diese blöde Situation aussprechen, in der Du Dich gerade befindest! Du bist gerade in einem Prozess, der für meine Begriffe nichts mit Grübeln zu tun hat, sondern eben einfach nicht leicht ist.

      Deine Fragen finde ich übrigens alle sehr konstruktiv, und ich finde, dass Du das richtig gut machst! Grübelfragen wären in dieser Situation: “Warum muss das ausgerechnet mir passieren?” “Warum habe ich immer so ein Pech?” etc. Aber Du hast eine solche Power, dass Du Dich nur mit zielführenden Fragen beschäftigst. Das finde ich stark!

      Natürlich hast Du im Moment keine Antworten auf diese Fragen. Aber da Du Dir die richtigen Fragen stellst, hast Du eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Du die richtigen Antworten bekommst!

      Ich habe eine kleine Übung aus meiner Ziele-Arbeit für Dich: Bitte stelle Dir einmal vor, Du hättest die perfekte Wohnung gefunden, wo es Dir gut geht und auch Deiner Katze. Mache Dir ein genaues Bild von dieser Wohnung, farbig und dreidimensional. Fühle, wie gut es sich anfühlt, diese Wohnung zu haben, und was für ein Glück Du hattest, einen rücksichtsvollen Vermieter gefunden zu haben! Mache das Bild noch größer, und spüre, wie sich die guten Gefühle dadurch weiter intensivieren. Und wenn Du das hast, ziehe dieses Bild in Dich hinein und spüre, wie sich das anfühlt. Wenn Du magst, kannst Du dieses Bild in Dir behalten, Du kannst es aber auch wieder dorthin tun, wo Du es her hattest.

      Diese Übung wird Dir keine neue Wohnung herbeizaubern, aber sie richtet Dein Bewusstsein und Dein Unterbewusstsein optimal auf Dein Ziel hin aus. Das ist viel besser, als Horrorfilme von Obdachlosigkeit laufen zu haben, und Du mobilisierst Deine Kräfte für Deine Wohnungssuche. Mache diese Übung mehrmals täglich und ganz besonders immer dann, wenn Du Dir Sorgen machst! Ich drücke Dir alle Daumen, und lass’ mal von Dir hören, wie die Sache ausgegangen ist…

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. Liebe Anne-Barbara,
    ganz herzlichen Dank für die Anregung. Da ich ohnehin eine relativ genaue Wunsch-Vorstellung davon habe, wie die Wohnung mit grüner Umgebung aussehen soll (ähnlich wie meine jetzige), werde ich dieses Bild jetzt öfter herholen und mit positiven Gefühlen aufladen!
    Eventuell läuft bei mir im Untergrund auch noch so ein Sabotageprogramm wie die Fassungslosigkeit über die “Vertreibung aus dem Paradies”, das auch noch Energie frisst.
    Du hast recht: sobald ich mich mit dem Bild der Wohnung beschäftige oder mich auf der Terrasse und im Garten sehe, wird es leichter um´s Herz.
    Liebe Grüße
    Jutta

    • Liebe Jutta,

      danke Dir für Deine Rückmeldung! Freut mich total, dass die Übung Dir hilft. Du hast Dir Dein Paradies verdient und ich drücke alle Daumen.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Lieber Erich,

      danke Dir für Dein liebes Feedback, das mich sehr freut! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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