Hochsensible Ohren? 3 Tipps gegen Hyperakusis und Tinnitus

Nicht alle hochsensiblen Menschen haben auch empfindliche Ohren. Ich kenne sogar Hochsensible, die ohne Gehörschutz auf Heavy-Metal-Konzerte gehen. Aber unter vielen Hochsensiblen ist Geräuschempfindlichkeit ein Thema. Ich selbst hatte schon immer ein sehr empfindliches Gehör und seit mein erster Mann mir vor vielen Jahre versehentlich ins Ohr geniest hat, leide ich auch unter Tinnitus. Erst neulich hatte ich einen intensiven Email-Austausch mit einer hochsensiblen Frau, die exakt die gleichen Gehörprobleme hatte wie ich. Sie musste deswegen in jungen Jahren sogar ihr Musikstudium abbrechen, weil ihre Ohren einfach gestreikt haben. Ärzte können bei Hyperakusis und Tinnitus oft nur wenig helfen. Da ich naturheilkundlich versiert bin, habe ich in diesem Bereich vieles ausprobiert und drei Dinge gefunden, die mir helfen. Diese drei besten Tipps möchte ich in diesem Blog-Artikel mit meinen LeserInnen und LeidensgenossInnen teilen.

Hochsensiblität, Hyperakusis und Tinnitus

Eine Hyperakusis liegt dann vor, wenn man so geräuschempfindlich ist, dass man Schall nicht ertragen kann, der vom Bevölkerungsdurchschnitt noch nicht als zu laut empfunden wird. Das kann die Folge einer Hörschädigung sein, aber auch bei völlig gesunden Ohren vorkommen. Hyperakusis und Tinnitus treten oft gemeinsam auf. Die Geräuschempfindlichkeit kann sich auf Lautstärke allgemein beziehen oder auch nur bei bestimmten Klängen auftreten, wie z.B. bei Telefon-Klingeltönen, Geschirrklappern etc. In diesem Fall kann man dieses eine Geräusch nicht ertragen, andere, die vielleicht sogar lauter sind, aber schon.

Tritt Hyperakusis in Verbindung mit einer Hörschädigung auf, kann jemand leisen Schall zwar nicht hören, aber die Lautheitsempfindung erhöht sich mit steigendem Schall viel schneller als bei gesunden Ohren. Das liegt daran, dass auch gewisse Schalldämpfer, die im gesunden Ohr aktiv sind, nicht mehr funktionieren. Deswegen kann es passieren, wenn dich jemand darum bittet, lauter zu sprechen, dass dieser Mensch, wenn du dieser Bitte nachkommst, sagt: “Schrei doch nicht so!” Oder vielleicht kennst du dieses Phänomen auch aus eigener Erfahrung. [Quelle: Artikel Hyperakusis auf Wikipedia]

Hyperakusis kommt bei Hochsensiblen relativ häufig vor, was einleuchtet, denn aufgrund unserer erniedrigten Reizschwelle haben eben viele auch ein feineres Gehör. Trotzdem solltest du, wenn du unter Hyperakusis und/oder Tinnitus leidest, dies beim Ohrenarzt abklären lassen.

Tipp Nr. 1: Musiktherapie bei Hyperakusis und Tinnitus

Viele Jahre lebte ich in Frieden mit meinem Tinnitus. Das heißt, dass ich zwar das hohe Pfeifen hörte, es mich aber über weite Strecken nicht besonders störte. Und wenn es einmal schlimmer wurde, half mir stets eine Kur mit Gingko-Tabletten. Doch vor einigen Jahren hatte ich eine stressige Lebensphase, in der mein Tinnitus immer lauter wurde, bis ich schließlich bei dem Lärm kaum noch einschlafen konnte.

Der Gang zum Ohrenarzt endete für mich enttäuschend: Eine Behandlung mit hochdosiertem Cortison machte mich komplett schlaflos, was meinen Tinnitus weiter verschlechterte. Die Infusionen, die ich bekam, führten nur zu Juckreiz, und als ich im Internet recherchiert hatte, dass die Druckkammertherapie, die der Arzt vorgeschlagen hatte, keinen beweisbaren Nutzen über den Placebo-Effekt hinaus hatte, trat ich diese gar nicht erst an. Also machte ich mich selbst auf die Suche und fand Hilfe in diesem Musiktherapie-Programm:

Dr. Annette Cramer – Tinnitus: Wirksame Selbsthilfe mit Musiktherapie

Es handelt sich dabei um ein Buch mit zwei CDs, anhand derer man sich je nach Art des Tinnitus ein eigenes Selbsthilfe-Hörprogramm zusammenstellen kann. Das hat mir damals sehr geholfen. Mein Tinnitus pendelte sich wieder auf das normale Level ein, das ich gut ertragen konnte. Und zu meiner Überraschung besserte sich auch meine Hyperakusis.

Heute weiß ich, dass man Hyperakusis und Tinnitus genau gleich behandelt. Von daher kann ich dieses Hörprogramm auch allen empfehlen, die unter Geräuschempfindlichkeit leiden. Der Grund dafür ist, dass man bei Hyperakusis Angst vor dem Hören bekommt bzw. schlechte Assoziationen damit verknüpft. Durch das Hörprogramm erlebt man die schönen Seiten des Hörens, sodass man wieder locker und unverkrampft herangeht. Und das trainiert dann wiederum die Ohren und die Gehirnteile, die akustische Signale verarbeiten, sodass die Hyperakusis sich bessert.

Tipp Nr. 2: Nasenduschen mit Salzwasser und Algovir

Nach meiner Erfahrung haben viele Hörprobleme wie Hyperakusis und Tinnitus mit unerkannten Infekten und Entzündungen im Ohr zu tun, die der Ohrenarzt nicht finden kann. Es gibt eine Verbindung zwischen dem Nasen-Rachenraum und dem Mittelohr, die sogenannte Eustachi-Röhre. Sie ist ca. 4 cm lang und hat die Aufgabe, das Mittelohr zu belüften und für Druckausgleich zu sorgen. In der Erkältungszeit können aber auch Erreger hindurchwandern und das Ohr unterschwellig belasten, ohne dass dies diagnostizierbar ist.

Aufgrund dieses Zusammenhangs ist es besonders in der Erkältungszeit wichtig, die Nase mit Salzwasser zu spülen. Schnupfensymptome vermindern sich und die Ohren werden entlastet. Ich verwende dafür die Emser Nasendusche und das dazugehörige Nasenspülsalz. Viele Drogeriemärkte haben beides vorrätig.

Was du auch ausprobieren kannst, ist das Nasenspray “Algovir”, das es in der Apotheke gibt. Es enthält keinen schleimhautabschwellenden Wirkstoff, sondern Salzwasser und einen Naturwirkstoff aus Algen, der verhindert, dass sich Viren in der Nasenschleimhaut einnisten können.

Diese Maßnahmen sind besonders dann hilfreich, wenn sich deine Ohren-Beschwerden wie Hyperakusis und Tinnitus im Herbst und Winter verschlechtern. Denn in der kalten Jahreszeit steigt natürlich auch die Virenbelastung! Wenn du akut verschnupft bist, empfehle ich dir 1-2 Nasenduschen täglich. Ansonsten kannst du vorbeugend alle paar Tage eine Nasendusche machen.

Tipp Nr. 3: Selbstgemachtes Ohrenöl mit Lavendel und Nelke hilft bei Hyperakusis und Tinnitus

Hierbei handelt es sich um eine Entdeckung, die ich erst vor kurzem gemacht habe. Schon als ich damals diese o.g. Verschlechterung meines Tinnitus durchgemacht hatte, hatte ich das Gefühl, eine Schwellung im Ohr zu haben. Es fühlte sich ähnlich an wie eine verstopfte Schnupfennase, nur eben im Ohr. Im Winter 2019/20 war ich wieder einmal ziemlich verzweifelt, weil nichts, was mir sonst gegen Tinnitus geholfen hatte, wirkte. Mein linkes Ohr fühlte sich schrecklich an – wie innerlich zugeschwollen und das geringste Klappern von Geschirr führte sofort zu einem stechenden Schmerz und einer Verschlimmerung des Tinnitus.

Ein mentaler Kampf

Ich fühlte mich hilflos und war ziemlich verzweifelt. Da wurde mir klar, dass ich mich unbedingt aus dieser Verzweiflung wegen meines Tinnitus befreien musste, denn sonst würde sich meine Lage nur weiter verschlechtern. Also stellte ich mir ein Zukunftsbild vor, in dem ich mich ganz und gar gesund sah und wieder Freude am Hören hatte. Ich nahm meine ganze seelische Kraft zusammen und blieb auf dieses Bild konzentriert.

Nach einigen Minuten, in denen ich mich auf dieses Bild fokussiert hatte und Mantra-artig den Satz “Mein linkes Ohr ist vollkommen gesund” und “Heilung, Heilung, Heilung” wiederholt hatte, bekam ich plötzlich ganz neue Ideen, wie ich meinen Tinnitus lindern könnte. Ich erinnerte mich, dass mir früher Yogi-Tee gegen Tinnitus geholfen hatte. Den kann ich heute nicht mehr trinken, weil ich ihn seit einiger Zeit aufgrund der Schärfe nicht im Magen vertrage. Aber ich recherchierte nach den Bestandteilen. Als hauptverdächtigen Helfer eruierte ich die Nelke, da sie antibiotisch, virusstatisch und schmerzlindernd wirkt.

Da kam ich auf neue Ideen

Und ätherisches Nelkenöl hatte ich da! Da es hautreizend wirken kann, kombinierte ich es mit Lavendelöl, das ebenfalls antibiotisch, virostatisch und lokal anästhesierend wirkt, dabei aber eines der hautfreundlichsten ätherischen Öle überhaupt ist, und verdünnte die Mischung mit etwas Olivenöl.

Dann hielt ich einen Teelöffel unter heißes Leitungswasser, trocknete ihn kurz ab und gab eine kleine Menge der Ölmischung darauf. So wurde das Öl in wenigen Augenblicken warm und dünnflüssiger. Ich kippte das Öl in meinen linken Gehörgang und verschloss ihn mit einem Wattebausch. Danach legte ich mich wieder ins Bett, und zwar auf die rechte Seite, sodass das Öl im linken Ohr gut einwirken konnte.

Und es wirkte!

Am nächsten Morgen wachte ich auf und konnte es nicht glauben – mein Ohr war frei, die Schwellung weg und es fühlte sich zum ersten Mal seit Jahren wieder wie ein Tor zur Welt an! Geräusche, die mir vorher zu laut und schmerzhaft waren, klangen plötzlich viel milder, und alles andere war viel lauter und klarer zu hören. So musste ich den Fernseher erst einmal um 2-3 Stufen leiser stellen. Es war wie ein kleines Wunder – nach Wochen der Quälerei wegen meines Tinnitus fühlte sich mein Ohr genau so an, wie ich es in dem Zukunftsbild gespürt hatte!

Ich behandelte meine Ohren weiter. Tagsüber reichte es, die Gehörgänge mit dem Öl einzupinseln, und abends gab ich dann wieder eine kleine Menge mit dem warmen Teelöffel ins linke Ohr. Mein Tinnitus ist wieder auf dem erträglichen Level und das Ohr ist frei. Ich bin mir sicher, dass es eine chronische Entzündung im Ohr gegeben hatte, die zu einer Schwellung führte. Und durch die Schwellung konnte irgendetwas, das eigentlich mit dem Schall schwingen soll, nicht mitschwingen. Das hat dann wohl zu der Hyperakusis mit dem reißenden Schmerz und dem vermehrten Tinnitus geführt.

Hier mein Ohrenöl-Rezept gegen Hyperakusis und Tinnitus

2,5 ml ätherisches Lavendelöl
5-15 Tropfen ätherisches Nelkenöl
Olivenöl oder irgendein anderes Salatöl

Beide ätherischen Öle (bekommst du in der Apotheke) in ein 10-ml-Apothekerfläschchen (ebenfalls aus der Apotheke) füllen und mit Olivenöl (oder irgendeinem anderen Salatöl) aufgießen. Bitte gib zuerst etwas dieser Mischung in deine Ellenbogenbeuge und warte ein paar Stunden ab, um auszuschließen, dass du auf einen der Bestandteile allergisch reagierst.

Wenn das erledigt ist, kannst du das Öl für deine Ohren verwenden. Taste dich dabei langsam an die richtige Nelkenöl-Dosierung heran: Je mehr Nelkenöl du verwendest, desto wirksamer aber auch hautreizender wird die Mischung. Wenn du das Öl mit 5 Tropfen Nelke verträgst, gib 1-2 weitere Tropfen dazu etc., bis du mit der Wirkung zufrieden bist.

Du kannst einen Teelöffel unter heißes Leitungswasser halten, abtrocknen und eine kleine Menge Öl darauf geben. Warte einen Moment ab, bis das Öl die Wärme angenommen hat, und gieße es dir dann in den Gehörgang. Anschließend verschließt du dein Ohr mit einem Wattebausch, damit das Öl nicht wieder herausläuft.

Alternativ kannst Du auch einfach ein Wattestäbchen in das Öl tauchen und den Gehörgang vorsichtig damit einpinseln. Achtung: Nicht zu tief einführen, sonst verletzt du das Trommelfell!

Das Öl lindert Tinnitus und Hyperakusis, verbessert die Hörfähigkeit und leistet sicher auch beim Ausheilen einer Mittelohrentzündung gute Dienste, wenn du z.B. nach der Antibiotika-Therapie noch Beschwerden hast. Aber bitte lasse alle Ohrenbeschwerden ärztlich abklären! Besonders bei Schwerhörigkeit ist es wichtig, rechtzeitig ein Hörgerät zu tragen, damit sie sich nicht weiter verschlechtert. Bei vielen lindert das dann auch den Tinnitus. Ich wünsche dir alles Gute für deine feinen Ohren und freue mich wie immer über deinen Kommentar!

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16 Gedanken zu „Hochsensible Ohren? 3 Tipps gegen Hyperakusis und Tinnitus“

  1. Hallo Anne-Barbara,

    Dein Erfahrungs- und Leidensbericht zu den Ohrenbeschwerden finde ich sehr interessant und aufschlussreich. Bei mir spielt sich das ähnlich bei Ohren und Nase ab, und bisher hat bei den Ohren auch einfaches Öl geholfen. Bei der Nase helfen weder abschwellende Tropfen noch Kortison, es entzündet sich immer wieder die Schleimhaut. Das Nasenspülen ist z. Zt. meine einzigste Hilfe und Linderung. Meine Frage, gibt es da von irgend jemand Deiner Clienten ähnliche Erfahrungen oder kennst Du so etwas?
    Liebe Grüße und vielen Dank für Deine sehr hilfreichen Berichte und die vielen Themen, die von Dir bearbeitet werden, sind sehr hilfreich für mich.
    Kerstin

    Antworten
    • Liebe Kerstin,

      danke Dir für Dein nettes Feedback und Deinen Erfahrungsbericht! Tut mir leid, dass es Deiner Nase gerade nicht gut geht. Bis jetzt habe ich keine KlientInnen mit vergleichbaren Symptomen gehabt. Mir fallen aber noch zwei Dinge ein: Erstens kannst Du das Algovir-Nasenspray versuchen, über das ich im Blog-Artikel geschrieben habe. Bei mir hilft das manchmal besser als Nasenduschen. Zweitens kannst Du es mit rödern (Nasenreflexmassage) versuchen:

      https://mediquant.ch/reinigung/nasen-roedern/

      Du brauchst dafür kein spezielles Nasenreflexöl. Nimm einfach 1 TL von irgendeinem Pflanzenöl, dass Du da hast, und gibt 1-2 Tropfen ätherisches Öl hinein (Eukalyptus, Lavendel, japanisches Heilpflanzenöl…). Dann tunkst Du ein Wattestäbchen ins Öl und führst es vorsichtig in die Nase ein. Es kommt ein kleiner Widerstand ganz oben, da gehst Du vorsichtig durch und drehst das Wattestäbchen ein wenig. Wahrscheinlich musst Du dann fürchterlich niesen. Und das ist total heilsam. Seit ich das vor 30 Jahren in der Heilpraktikerschule gelernt habe, hatte ich nie wieder eine verstopfte Nase.

      Herzliche Grüße und gute Besserung,
      Anne-Barbara

  2. Danke liebe Anne-Barbara,

    also von Deinen Tipps habe ich zuerst mal das Öl für die Ohren probiert und schon nach der 1. Nacht löste sich in Ohren und Nase viel Abgelagertes auf, alles gut zum rausspülen.
    Den Algovir-Spray setze ich seit heute zusätzlich ein, mal sehen, ob sich damit etwas bessert. Ich merke zudem im ganzen Körper extreme Entgiftung auf allen Ebenen, da kann die Nase schon dazu gehören. Deine Empfehlung mit dem Rödern werde ich mal ausprobieren- ich bin gespannt und werde Feedback geben, vielleicht kann es ja jemand Anderem auch helfen.

    Liebe Grüße
    Kerstin

    Antworten
    • Liebe Kerstin,

      wow, das klingt sehr vielversprechend, es freut mich, dass das so gut bei Dir anschlägt! Mir hat das Öl extrem gut geholfen. Nachdem ich es jetzt einige Wochen angewendet habe, ist mein Ohr so gut wie ausgeheilt. Jetzt vergesse ich es öfters, was ein gutes Zeichen ist. :-) Ich wünsche Dir weiterhin eine gute Entgiftung, gute Besserung und freue mich auf Dein Feedback!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Hallo Anne-Barbara,

    ich habe seit 14 Monaten Tinnitus. An besonders kalten Tagen wird er viel lauter und fing mit einer schweren Sinusitis an. Könnten da die o.g. selbst zubereiteten Ohrentropfen etwas ausrichten? Sind Nelken- und Lavendelöl nicht zu reizend im Ohr? Das ist meine Frage.

    Ich bin inzwischen von 5 HNO-Ärzten untersucht worden,aber keiner hat bei mir irgendetwas im HNO-Bereich festgestellt. Ich vermute, dass sich am Anfang etwas dort oben festgesetzt hat und hoffe, dass sich das durch die o.g. Ohrentropfen eventuell löst..? Das wäre zu schön. Für eine Antwort wäre ich wirklich sehr dankbar.

    Ein lieber Gruß

    Ulrike

    Antworten
    • Liebe Ulrike,

      tut mir leid, dass Du seit dieser Sinusitis Tinnitus hast! Das klingt aber tatsächlich so, als wäre da noch ein Rest Infekt verborgen, der mit diagnostischen Maßnahmen nicht zu finden ist. Von daher würde ich Dir raten, es mit dem Ohrenöl zu versuchen. Lavendelöl ist nicht hautreizend, es ist das einzige ätherische Öl, dass man sogar pur (z.B. bei Verbrennungen) anwenden kann. Nelkenöl ist schon hautreizend. Deswegen solltest Du erst wenige Tropfen an das Ohrenöl geben, um auszuprobieren, wie Du darauf reagierst, und nach und nach weitere Tropfen hinzufügen. Zur Sicherheit probierst Du das Öl in der Ellenbogenbeuge aus, bevor Du es ins Ohr gibst. Ich hoffe, das hilft Dir erst einmal weiter! Ich wünsche Dir gute Besserung…

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Bitte, immer gern! Bin schon neugierig auf Deinen Bericht… :-)

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Liebe Anne-Barbara,

    es ist zwar schon etwas her, dass ich hier etwas geschrieben habe, aber ich möchte trotzdem von meinen Erfahrungen mit den Tropfen berichten.

    Leider hatte meine Haut in der Ellbogenbeuge auf das reine Nelkenöl allergisch reagiert. Deshalb habe ich mich nicht getraut, die Mischung in meine Ohren zu träufeln.

    Hast du vielleicht einen Rat, wie ich die Mischung abändern kann?

    Könnte man nicht eigentlich Kamille in die Ohren geben, weil die doch auch heilt?

    Meine Ohrgeräusche sind leider immer noch da. Ich glaube, ich habe sehr gereizte Gehörgänge, weil der Tinnitus immer sehr laut wird, wenn meine Ohren etwas kaltem Wind ausgesetzt waren.

    Aber womit kann man die Ohrgeräusche zur Ruhe bringen?

    Vielleicht hast du ja noch einmal einen Rat für mich? Das wäre sehr nett!

    Ein lieber Gruß

    Ulrike

    Antworten
    • Liebe Ulrike,

      vielen Dank für Deinen Bericht! Tut mir leid, dass Du auf das Nelkenöl allergisch reagiert hast. Dass Du es dann nicht verwendet hast, war genau richtig! Ich habe tatsächlich noch einen Tipp für Dich, und zwar Schwedenbitter nach Maria Treben. Die Kräuter dazu gibt es in der Apotheke, und Du kannst Dir den Schwedenbitter dann selbst mit Doppelkorn ansetzen. Manche Apotheken haben ihn auch schon fertig da, in meiner z.B. kann ich ihn fertig kaufen. Du kannst einen Wattebausch damit tränken und diesen in das Ohr geben, eine Weile darin lassen. Das Ohr wird schön warm und Entzündungen im Gehörgang heilen ab. Auch der Tinnitus verbessert sich durch die Wärme.

      Wichtig ist außerdem, dass Du regelmäßig Entspannungsübungen machst und Dir genügend Auszeiten gönnst, denn Stress spielt bei Tinnitus auch eine Rolle. Suche Dir einfach hier ein paar Übungen aus, die bei Dir gut funktionieren:

      https://hochsensibelsein.de/category/entspannungstechniken/

      Ich hoffe, das hilft Dir erst einmal weiter!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  5. Liebe Anne-Barbara,

    vielen Dank für Deine sehr guten Tipps!

    Mit Schwedenbitter probiere ich es gleich morgen und die Entspannungstechniken scheinen auch besonders hilfreich zu sein, diese waren mir noch nicht so bekannt.

    Ich bin mal gespannt!

    Liebe Grüße

    Ulrike

    Antworten
    • Liebe Ulrike,

      bitte, sehr gern! Ich drücke Dir die Daumen, dass es Dir gut hilft, und wünsche Dir gute Besserung!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  6. Hallo Anne-Barbara, bei mir ist es ähnlich leichte Ohrenenschmerzen, Ohrengeraüsche rechte mehr als links seid Dezember .Kiefer recht macht Probleme benutze eine Zahnspange Abends. Wenn ich mich viel untehalte wird das Geräusch im linken Ohr stärker. .Seid etwas fier wochenein Tonempfindlichkeit eine Hyperakusis .Bekomme seid zwei MonatenPhyso.War bei drei HNO Ärztern machte nicht wirklich Sinn.Es ist immer alles inortnung müste ich mit leben.Tipe auf eine eventuelle nicht sichbare Entzündung gab mit Kortison an die Hand .Da ich Homöopathisch fast alles mache bin ich auf deinem Bericht gekommen..Ich möchte nicht so viel Zeit verstreichen lassen. Da ich Jazzmusik mache habe ich alles ersteinmal abgebrochen weil ich Sorge habe die Hyperakusis könnte sich verstärgen. Am 20.01 habe ich noch mal in Wuppertal einen HNO Termien.Das mit deiner Rezeptur geht mir nicht aus dem Kopf .Ein Versuch ist es immer wert.Ganz lieben Gruß Marion

    Antworten
    • Als Antwort auf Marion.
      Liebe Marion,

      tut mir leid, dass du es wegen deines Tinnitus gerade nicht leicht hast! Ich drücke dir die Daumen, dass du doch noch Hilfe findest und dass du bald wieder Musik machen kannst. Dabei solltest du aber auf dem empfindlichen Ohr auf alle Fälle einen Gehörschutz verwenden, In-Ear-Monitoring oder den mit dem linearen Frequenzgang.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

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