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Vom Nutzen der Nutzlosigkeit – hochsensibel im Beruf — 9 Kommentare

  1. Vielen herzlichen Dank für die informativen Blog-Artikel! Hier bekommt mein Verstand das nötige “Futter”, um zu begreifen, dass mich meine Intuition jetzt, nach viel Fremdbestimmung in Elternhaus und Schule, doch gar nicht so sehr getäuscht hat, wie ich zeitweise dachte. Auch wenn ich von einem offenen Umgang mit meiner Eigenschaft HSP noch weit entfernt bin und die “Vorteile” noch ein bisschen vergraben sind.

    • Hallo Bianca,

      vielen Dank für Dein Feedback! Ich wünsche Dir, dass Dein Draht zu Deiner Intuition sich weiter verbessert, je mehr Du Dich mit dem Thema Hochsensibilität beschäftigst.

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  2. Liebe Anne-Barbara, ich bin neu auf deinen Seiten und fange gerade an, mich etwas ernsthafter mit meiner Hochsensibliltät zu beschäftigen. Daher bin ich froh, hier so viel über das Thema lesen zu können.
    In der Vergangenheit fragte ich mich oft, warum ich mich inmitten vieler Menschen unwohl fühle, unwohl, wo Menschen laut durcheinander reden, viel Energie auf mich einwirkt – von vielen oder von einer Person – und ich am Ende des Arbeitstages oder des “geselligen Beisammenseins” oder nach dem Familienbesuch total erschöpft bin. Ich nahm an, dass ich einfach kein so geselliger Mensch bin und lieber meine Ruhe habe, anstatt abends noch zu telefonieren oder mich ins Getümmel zu stürzen. Diese Zeiten gab es zu genüge zw. 17 und 25, sind jetzt doch vorbei.
    Jetzt scheine ich eine Erklärung zu haben und allein diese Erkenntnis kostet mich Energie. Was nun? Was heißt es nun für mich zu tun, um gesund mit dieser Eigenschaft zu leben?
    Ich habe meinen Arbeitsvertrag gerade auf eine 4-Tage-Woche gekürzt, da ich den tägl. Trubel – ich möchte lieber sagen “Wahnsinn” – im Büro (Sekretariat, viele Anrufe, viele Kollegen kommen, Umbauarbeiten, es ist laut und riecht unangenehm…schrecklich) einfach nicht mehr an 5 Tagen ertrage. Ich habe keine Reserven mehr und auch nicht mehr die notwendige Elastizität (ich nenn das mal so). Nicht, dass ich es mir finanziell leisten könnte, tue ich es jedoch nicht, kann ich mich irgendwann einliefern lassen. Obendrein pflege ich seit 1 Jahr meinen Vater (Alzh. Demenz). Die Pflege empfinde ich seit einigen Wochen als überfordernd aufgrund immer wieder aufkommender periphärer Schwierigkeiten.
    Im Moment scheine ich nicht genug Zeit und Energie zu haben und empfinde es fast als aussichtslos, mich in das Thema HSP einzuarbeiten.
    Wie finde ich trotz der momentanen Erschöpfung, die Kraft?
    Wie hast du das geschafft?

    • Liebe Gabriele,

      freut mich, dass Du hier gelandet bist und danke für Dein nettes Feedback!

      Nach der Schilderung Deiner Lage denke ich, dass fast jeder zusammenklappen würde, wenn man zu 80% berufstätig ist und noch einen demenzkranken Angehörigen pflegt. Dazu muss man gar nicht hochsensibel sein. Für Dich als Hochsensible ist das absolut zu viel! Auf lange Sicht kannst Du das in dieser Form nicht durchhalten.

      Ich möchte Dich um folgendes bitten: Zunächst solltest Du Dir Freiraum für Dich freischaufeln. Es gibt da diverse Möglichkeiten, ihn z.B. in eine Tagesbetreuung zu geben, so dass Du wenigstens hin und wieder Zeit für Dich hast. Es ist auch möglich, Betreuung für zu Hause zu bekommen. Bitte informiere Dich bei seiner Krankenkasse, was da geht. Tatsache ist, dass man da viel mehr Rechte hat, als man gemeinhin denkt. Und wenn es mit Deinem Vater zu anstrengend wird, dann muss er in einem Heim untergebracht werden. Dieser Punkt kommt bei allen irgendwann einmal, und man sollte damit nicht warten, bis es für einen selbst zu spät ist. Niemandem ist damit gedient, wenn Du einen Burnout bekommst und für Monate in eine Klinik musst. Von daher ist rechtzeitiges Handeln geboten.

      Die Zeit, die Du Dir freigeschaufelt hast, verwendest Du bitte dafür, Dein Leben auf Deine hochsensible Veranlagung hin umzustellen. Wir alle haben lange Jahre gelebt, ohne darüber zu wissen, und haben uns dabei falsche Vorstellungen und falsche Lebensweisen angewöhnt. Ein grundsätzliches “Care-Paket” in dieser Hinsicht bietet mein gratis Online-Kurs:

      Gratis Online-Kurs für Hochsensible

      Dieser kostet nicht allzu viel Zeit, aber ein wenig Zeit und Kraft, um die Maßnahmen auch umzusetzen, musst Du schon einkalkulieren. Ich hoffe, ich konnte Dir jetzt erst einmal weiterhelfen. Wenn Du noch Fragen hast, immer gern! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  3. Liebe Anne-Barbara,
    vielen lieben Dank für deine Antwort.
    Es ist in der Tat so, dass mich die Umstände auf der Arbeit und die Pflege meines Vaters sehr erschöpfen. So umfangreich, wie du dir die Pflege vorstellst, ist es aber nicht. Allerdings gibt es viel zu regeln, mein Vater ist nicht so einsichtig, dass bestimmte Dinge jetzt notwendig wären, es gibt leider keine Vorsorgevollmacht, was das Ganze noch schwieriger macht, mein Bruder sabotiert die Pflege auch durch Drohungen mir und der Lebensgefährtin meines Vaters gegenüber…und und und
    Gestern versuchte ich wieder, meinen Vater zu motivieren, in die Kurzzeitpflege zu gehen, da seine LG 1 Woche ins KKH muss. Leider hat es nicht geklappt. Er hat es klar und deutlich gesagt. Ich weiß, dass mein Vater auch ein Recht auf Risiko hat. Ich muss es akzeptieren, dass er allein zuhause alleine bleiben will. Zwar habe ich für diese Woche tagsüber 3x Pflegedienst organisiert aber wenn zwischenzeitlich was passieren sollte… Mein Vater war politisch sehr engagiert und hat auch viel bewegt, er war BR-Vorsitzender und hatte immer einen klaren Weg vor Augen…wenn er z.B. seine Vorsorge hätte regeln wollen, hätte er es getan. Ich muss einfach akzeptieren, dass er dies nicht getan hat. Dann werden alle Angelegenheiten irgendwann halt von einem externen Betreuer teuer geregelt werden. Nur mein Bruder hat Angst um das Erbe – nicht ich.
    Für manche mag meine “Gelassenheit” herzlos klingen.
    Mein Plan B: Der Pflegedienst wird eine Betreuungsregelung in die Wege leiten, weil er die Pflege “in Not” sieht. Dann bin ich zumindest aus der Schusslinie meines Bruders…(m)ein Lebensthema, das irgendwann angefangen hat, als ich noch ganz klein war 🙁

    Einsicht und Verständnis für meine Situation habe ich bereits. -> Heute ist mein 1. freier Arbeitsmontag. 🙂 Und montags gehe ich ab heute zur Traumatherapie.

    Den Onlinekurs habe ich schon erspäht. Der klingt auch gut. Ich weiß, dass ich immer viel möchte. Scheint in der Theorie auch total einfach und machbar. Leider kalkuliere ich bei meinem Enthusiasmus nicht ein, dass was zu erreichen auch bedeutet, Energie zu investieren. Und dann kommt das Leben dazwischen…

    Naja, den ersten Schritt für “mehr Zeit für Gabriele” habe ich getan. Das gute Gefühl dazu lässt bestimmt nicht allzu lange auf sich warten.
    Lieben Gruß und einen guten Start in die Woche wünscht dir
    Gabriele

    • Liebe Gabriele,

      das heißt, nicht die Pflege an sich ist das Schwierige, sondern die familiären Umstände. Es kommt oft vor, dass so eine Krankheit noch einmal sämtliche Familienthemen der vergangenen Jahrzehnte an die Oberfläche spült, und das kann sehr anstrengend werden. Ich finde es gut, dass Du eine Traumatherapie machst, denn da hast Du eine Begleitung für diese Schwierigkeiten. Und man kann das ja durchaus auch als Chance begreifen – wenn das alles jetzt noch einmal kommt, und man das durchsteht, hat das etwas sehr klärendes und reinigendes.

      Ich finde es auch total gut, dass Du die Entscheidungen Deines Vaters respektierst. Er hat sein Leben so gelebt, wie er das für richtig gehalten hat, und muss die Konsequenzen jetzt auch tragen. Du kannst Dein Bestmögliches für ihn tun, aber seine Verantwortung bei ihm lassen. Das entlastet Dich und nimmt viel Stress heraus. Ich finde diese Art von Gelassenheit nicht herzlos, sondern als ein Zeichen von Respekt und einfach nur realistisch. Denn bei aller Liebe muss man ja dabei nicht hirnlos werden. 😉

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

    • Liebe Gabriele,

      das freut mich und alles gute Dir!

      Herzliche Grüße,
      Anne-Barbara

  4. Dies ist nur ein Testkommentar, weil ich ausprobieren möchte, ob die neue Abo-Funktion funktioniert. Beste Grüße, Anne

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